The Swiss voice in the world since 1935
Top Stories
Schweizer Demokratie
Newsletter
Top Stories
Debatten
Newsletter
Top Stories
Schweiz verbunden
Podcast

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer

Der Bundesrat bereitet sich angesichts der vierten Pandemie-Welle auf neue Massnahmen vor: Geplant ist eine Ausweitung der Zertifikatspflicht.

Herzliche Grüsse aus dem Homeoffice

Keystone/Valentin Flauraud

Coronavirus: Der Bundesrat prüft eine Ausweitung der Zertifikatspflicht.

Nachdem das Bundesamt für Gesundheit (BAG) gestern die aktuelle Situation «bis zu einem gewissen Grad als besorgniserregend» einstufte, schlägt der Bundesrat heute neue Massnahmen vor.

Anstatt ganze Branchen zu schliessen und Aktivitäten zu verbieten, will er die Zertifikatspflicht auf Innenbereiche von Restaurants, Kultur- und Freizeiteinrichtungen ausdehnen. Bisher ist das Covid-Zertifikat hauptsächlich für internationale Reisen und Grossveranstaltungen nötig.

Bis am 30. August findet vorsorglich die Konsultation der Kantone und Sozialpartner statt. So könne der Bundesrat, falls sich eine Überlastung der Spitäler abzeichnet, sofort eingreifen. «Wenn wir erst reagieren, wenn die Spitäler überlastet sind, wäre das eine Katastrophe«, so Bundesrat Alain Berset.

Bereits beschlossene Sache ist, dass Covid-Tests für das Zertifikat ab dem 1. Oktober nicht mehr gratis sind. Bei Symptomen übernimmt dagegen weiter der Bund die Kosten, ebenso für Massentests an Schulen und Unternehmen.

Mehr

Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Balz Rigendinger

Soll die Schweiz auch im Ausland impfen?

Tausende Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern warten auf ihre Impfung. Ist es die Aufgabe der Schweiz ihnen zu helfen?

69 Kommentare
Diskussion anzeigen
Keystone / Ennio Leanza

Die Impfquote in der Schweiz ist vergleichsweise tief. Das bereitet der Wirtschaft Sorgen.

Als erste Airline Europas führt die Swiss ab Mitte November eine Impfpflicht für das Flugpersonal ein. Der Grund: Zieldestinationen verlangen zunehmend eine Impfpflicht für Crews – im Swiss-Streckennetz machte Hongkong den Anfang.

Will ein Unternehmen jedoch für alle Angestellte eine Impfpflicht einführen – so wie das etwa Google für die Mitarbeitenden in der Schweiz geplant hat – wird es gesetzlich sehr kompliziert. Wie weit Unternehmen gehen können, ist unklar.

Unternehmen setzen nun vor allem darauf, die Zugangshürden zu den Impfungen möglichst tief zu halten. Gewerbe- und Wirtschaftsverbände appellieren an die Bevölkerung, sich impfen zu lassen, um einschneidendere Massnahmen zu verhindern. Unternehmen sollen die Impfungen wenn nötig auch während der Arbeitszeit ermöglichen.

Keystone / Angel Millan

100 Millionen Dollar, zwei Könige und eine Schweizer Privatbank. Mittendrin ermittelt ein Genfer Staatsanwalt.

Der zurückgetretene spanische König Juan Carlos soll 2008 vom mittlerweile verstorbenen König Saudi-Arabiens Abdullah bin Abdulaziz 100 Millionen Dollar aus der Staatskasse geschenkt bekommen haben. Es gibt Grund zur Annahme, dass es sich dabei um Schmiergelder handelt.

Das Geld landete auf einem Konto einer Stiftung in der Schweiz, die Juan Carlos zugeordnet wird. Das rief Jahre später den Genfer Staatsanwalt Yves Bertossa auf den Plan. Verdacht: Geldwäsche.

Bertossa stellt sich damit einer scheinbar aussichtslosen Aufgabe. «Ermittlungen wegen Geldwäscherei gehören zu den schwersten Aufgaben überhaupt«, sagt ein Experte gegenüber meinen Kolleginnen Sibilla Bondolfi und Belén Couceiro. Der Knackpunkt: Um in der Schweiz jemanden wegen Geldwäscherei anzuklagen, muss die sogenannte Vortat im Ausland bewiesen werden.

Dass das absolutistische Saudi-Arabien der Schweiz Rechtshilfe bei der Ermittlung gegen ihr Königshaus lesitet, ist wenig wahrscheinlich. Doch Bertossa bleibt hartnäckig.

Keystone / Peter Klaunzer

Die erste Countdown-Ampel der Schweiz steht in Bern – als Pilotprojekt.

Vor dem Hauptbahnhof Bern steht seit heute eine Ampel, die den Passanten anzeigt, wie lange sie noch auf grünes Licht warten müssen. Was in vielen Ländern längst zum städtischen Strassenbild gehört, ist in der Schweiz ein Novum.

Damit Bern von der digitalen Revolution nicht überfordert wird, läuft der Countdown vorerst in einem Pilotprojekt wohldosiert zwischen 16 und 19 Uhr. In Planung ist das neue System bereits seit 2019.

Da in der Schweiz Ampeln oft direkt auf den Verkehr reagieren, ist die Implementierung eines regelmässigen Countdowns nur an Standorten mit einem hohen, konstanten Verkehrsaufkommen möglich.

Ich werde beim Bahnhofplatz Bern wohl weiterhin direkt die Unterführung nehmen, dort kenne ich die Wartezeit auch ohne Countdown: Null Sekunden.

Meistgelesen
Schweizer Diaspora

Meistdiskutiert

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

Mehr: JTI-Zertifizierung von SWI swissinfo.ch

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft