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Essen

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer

In unserer Kantine ist das vegetarische Menu meist origineller und feiner als dasjenige mit Fleisch – was sogar Steak-Begeisterten aufgefallen ist. An der Universität Luzern gibt es ab Montag überhaupt kein Fleisch mehr. Geht's noch, fragen da die einen.

Herzliche Grüsse

Essen
© Keystone / Jean-christophe Bott

Die Uni Luzern provoziert mit einem Menü-Diktat, titelt der Tages-Anzeiger.

Ab Montag gibt es in der Kantine der Universität Luzern nur noch vegane oder vegetarische Menüs zur Auswahl. Damit will die Uni nachhaltiger werden (Fleischproduktion braucht viel Wasser und belastet das Klima).

Das kommt nicht bei allen gut an: Der Schweizerische Bauernverband und der Schweizer Fleisch-Fachverband schrieben einen empörten Brief an den Rektor.

Ein Journalist der Berner Zeitung kommentiert, der Fleischverzicht sei zwar sinnvoll, aber unoriginell. Kreativer wäre es, wenn die Universität nur noch Produkte aus der Region auftischte oder statt Kaffee bloss noch Tee anböte.

Mann
Maryam Shahed

«Mein ideales Afghanistan gleicht genau der Schweiz». Das sagt der in Bern lebende afghanische Filmemacher Mortaza Shahed im Interview mit SWI swissinfo.ch.

Bei einem Anschlag des IS in Kabul starben gestern 60 Zivilpersonen und 13 US-Soldaten. Der Abzug der Amerikaner schafft ein Machtvakuum.

Im Interview mit meiner Kollegin May Elmahdi Lichtsteiner sagte der afghanische Filmemacher Mortaza Shahed: «Mein ideales Afghanistan gleicht genau der Schweiz, ein Land, in dem verschiedene Sprachgemeinschaften, Ethnien und Religionsangehörige in einem föderalistischen Staat zusammenleben.»

Leider habe es nie eine gemeinsame afghanische Identität gegeben, die Nachbarländer hätten einen grossen Einfluss in der Innenpolitik und deswegen seien wir nach 20 Jahren gegen die Taliban gescheitert.

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Marc-André Miserez

Welche Hilfe kann und sollte die Schweiz Ihrer Meinung nach den Afghaninnen und Afghanen leisten?

Welche Hilfe soll die Schweiz Afghaninnen und Afghanen zukommen lassen, denen die Flucht aus dem islamischen Emirat gelungen ist?

74 Kommentare
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Benin-Bronzen
Keystone / Daniel Bockwoldt

An den Bronzen aus Benin klebt Blut: Eine neuerliche Debatte um die Rückgabe von Raubkunst in der Schweiz.

In Schweizer Museen stehen wertvolle Benin-Bronzen. Sie stammen aus einem Königreich auf dem Gebiet des heutigen Nigeria.

Vor 120 Jahren stahl Grossbritannien die Kunstwerke während eines brutalen Kriegszugs. Nach Meinung vieler Historikerinnen und Museumskuratoren sollten die Objekte an Nigeria zurückgegeben werden.

Die Schweiz geht nun der Frage nach, wie und wann genau die einzelnen Bronzen in den Besitz von Schweizer Museen gelangten – und ob Nigeria sie überhaupt zurückwill. Das nigerianische Kulturministerium war bisher nämlich der Meinung, dass Artefakte im Westen gezeigt werden sollen, um die herausragende Künstlerschaft Benins zu zeigen.

Emil Bührle
Keystone / Str

Der Beobachter macht ein weiteres dunkles Kapitel der Schweizer Geschichte publik: Hunderte Mädchen leisteten in der Nachkriegszeit Zwangsarbeit für den Grossindustriellen und Kunstsammler Emil Bührle.

Der Zürcher Waffenfabrikant und Kunstsammler Emil G. Bührle – der damals reichste Schweizer – besass im Rahmen seines Firmenimperiums im Kanton St. Gallen auch eine Spinnerei mit Mädchenheim.

In diesem Heim liessen Fürsorgebehörden aus der gesamten Deutschschweiz minderjährige Mädchen, darunter auch solche, die ein Kind geboren hatten, gegen ihren Willen internieren und zu Hungerlöhnen arbeiten. So berichtet es die Zeitschrift Der Beobachter.

«Die Opfer verdienen es, dass wir genauer hinschauen», kommentiert der Tages-Anzeiger. Es brauche mehr Forschung, und die Stadt Zürich stehe in der Verantwortung, weitergehende Aufklärungsarbeiten zu unterstützen.

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