Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
Als ich am 11. September vor 20 Jahren Radio hörte, konnte ich kaum glauben, was der Moderator erzählte. Erinnern Sie sich an diesen Tag?
Herzliche Grüsse
Morgen ist der 11. September. Vor 20 Jahren steuerten islamistische Terroristen an diesem Tag zwei Flugzeuge in das World Trade Center in New York.
9/11 war ein Wendepunkt: Nicht nur destabilisierte der darauffolgende «Krieg gegen den Terror» den Nahen und Mittleren Osten, der Anschlag veränderte auch unser Sicherheitsgefühl.
Laut meiner Kollegin Sarah Genner führte 9/11 zu einer grösseren Akzeptanz gegenüber staatlicher Überwachung und einer populären Kultur der Datenerfassung.
Die Vereinten Nationen haben seit 9/11 einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung des Terrorismus geleistet. Doch die zahlreichen Initiativen führten auch zu Spannungen zwischen den UN-Institutionen in New York und Genf, wie meine Kollegin Julia Crawford berichtet.
- Unser Artikel über den Anti-Terror-Kampf der Uno sowie über Überwachung nach 9/11.
- Blick TVExterner Link berichtet ab heute Mittag durchgehend über den Tag.
- Morgen lesen Sie auf swissinfo.ch, wie nach 9/11 Islamophobie zum Mainstream wurde.
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Wer lebt auf Kosten von wem? Während die Jungsozialist:innen mit der 99%-Initiative auf Vermögende zielen, fährt die SVP eine Kampagne gegen Städte.
Die arbeitende Bevölkerung schaffe Wohlstand, während einige wenige Superreiche von Dividenden und Mieteinnahmen lebten, ohne einen Finger krümmen zu müssen. Mit diesem Argument fordern die Jungsozialist:innen eine höhere Besteuerung von Kapitalerträgen.
Derweil hat die SVP einen anderen Schmarotzer ausgemacht: Die Städte. Gestern präsentierte sie einen Plan mit diversen Vorschlägen – bis hin zur Änderung der Kantonshauptorte.
Die Städter:innen leben laut SVP auf Kosten der Landbevölkerung in gemeinnützigen Wohnungen, profitieren von Kita-Leistungen und zahlen zu wenig Krankenkassenprämien.
- Der Beitrag von SRFExterner Link über die Wahlkampfstrategie der SVP.
- Auch der BlickExterner Link berichtet.
- Laut WeltwocheExterner Link leben die Städte auf Kosten der Landbevölkerung. Anderer Meinung ist die NZZExterner Link (Paywall).
- Aus unserem Archiv: Meine Kollegin Pauline Turuban zeichnete anhand von Daten nach, warum der Stadt-Land-Graben in der Schweiz weniger tief ist als in anderen Ländern.
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Die Corona-Pandemie hat gezeigt, welch dramatische Folgen ein Personalmangel in den Spitälern haben kann. Eine Studie prognostiziert nun Versorgungslücken bei Hausärzt:innen.
Als ich in den Kanton Bern zog, war die Suche nach Ärzt:innen mit freien Kapazitäten fast schwieriger, als eine neue Bleibe zu finden.
Das Problem wird sich zuspitzen: Weil viele Hausärzt:innen bald ins Rentenalter kommen, droht laut einer Berner Studie ein Versorgungsmangel.
Für einzelne Regionen wird der Mangel dramatisch. Die Schweiz hofft auf Personal aus dem Ausland. Andere Länder – zum Beispiel Deutschland – kämpfen jedoch mit dem gleichen Problem.
- Der Artikel in der NZZExterner Link (Paywall).
- Eine Meldung auf swissinfo.ch über den Nationalen Versorgungsbericht 2021.
- Aus unserem Archiv: Das Schweizer Gesundheitswesen kurz erklärt.
«Nie mehr lange Hosen tragen»: Ein Auslandschweizer berichtet von seinem Leben auf den Seychellen.
Mario Gisiger lebt seit 27 Jahren auf den Seychellen. Er lebt von touristischen Führungen auf der Insel. Dem Tages-Anzeiger gab er Einblick in sein Leben.
Gisiger mag die offene und lockere Art der Einheimischen. Aus der alten Heimat vermisse er nichts, nicht mal mehr den Käse.
In der Schweiz sei ihm nie ganz wohl gewesen, so der Auslandschweizer. Er mochte das Wetter nicht. Auf den Seychellen ist es immer warm. «Ich trage halt am liebsten kurze Hosen.»
- Der Artikel im Tages-AnzeigerExterner Link (Paywall).
- Unsere Seite Swiss Abroad.
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