Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
Soll sich die Schweiz aus der globalen Politik raushalten? Oder – wenn sie schon zahlt – soll sie auch was zu sagen haben? Die Schweizer Kandidatur für einen nicht-ständigen Sitz im Sicherheitsrat tangiert zentrale Fragen des Schweizer Selbstverständnisses.
Herzliche Grüsse
Die Schweiz kandidiert für einen nicht-ständigen Sitz im Sicherheitsrat. Wir widmen dem Thema eine Serie. Heute: Ein Interview mit der früheren Aussenministerin Micheline Calmy-Rey, die das Vorhaben initiiert hat.
Im Juni 2022 entscheidet die UNO-Generalversammlung über die Schweizer Kandidatur für einen nicht-ständigen Sitz im Sicherheitsrat. Lanciert wurde sie bereits 2011 von der damaligen Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey.
Warum? «Ich bin überzeugt, dass sie nützlich ist, um unsere Netzwerke und damit unseren Einfluss auf internationaler Ebene auszubauen», sagte Calmy-Rey im Interview mit SWI swissinfo.ch.
Wer viel zahlt, will auch was zu sagen haben: «Wir sind Mitglied der UNO, wir sind sehr engagiert in der UNO, und wir bezahlen auch etwas an die UNO, da ist es normal, dass wir unser Engagement auf ganzer Linie durchziehen», so Calmy-Rey.
- Das ganze Interview lesen Sie auf swissinfo.ch.
- Morgen erfahren Sie bei uns, welche Vorteile der Einsitz im Sicherheitsrat bringt (und später informieren wir Sie auch über die Nachteile).
- Aus dem Archiv: Unser Schwerpunkt zur Frage, wie neutral die Schweiz wirklich ist – und ob eine Kandidatur im Sicherheitsrat mit der Neutralität vereinbar ist.
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Australien will nach 30 Jahren in Bern wieder eine Botschaft eröffnen. Unser Korrespondent wirft einen Blick auf die australisch-schweizerischen Beziehungen.
Bereits 1855 eröffnete die Schweiz ein Konsulat in Sydney. Die langjährigen Beziehungen werden von Australien nun gleich zweimal weiter gefestigt: Mit der Eröffnung einer neuen Botschaft in Bern und einem Visum speziell für junge Globetrotter.
Im Interview sagt der Schweizer Botschafter in Australien, Pedro Zwahlen: «Ich sehe die Zukunft sehr positiv. Bald werden wir Botschaften in beiden Ländern haben, die die Beziehungen von beiden Seiten aus stärken können.»
Und weiter: «Wir haben auch eine grosse Schweizer Gemeinschaft in Australien, die wesentlich zum Ansehen der Schweiz beiträgt.» 26’000 Schweizer:innen leben in Australien. Es ist die siebtgrösste Swiss-Abroad-Gemeinde auf der Welt und sogar die drittgrösste ausserhalb Europas.
- Den ganzen Artikel und das Interview finden Sie auf swissinfo.ch.
- Aus unserem Archiv: Was hat Australien mit der Schweiz zu tun?; «Schweizer wohnen viel ordentlicher als Australier».
Putins Gottenmeitli wollte in der Schweiz studieren. Ihr Visum sei nun unerwartet annulliert worden, berichtet der Tages-Anzeiger.
Die 18-jährige Tochter des ukrainischen Oligarchen und Politikers Wiktor Medwedtschuk wollte in Genf studieren. Sie ist die Patentochter des russischen Präsidenten Wladimir Putin.
Laut Medwedtschuk hat die Schweiz das Visum der Tochter kurz vor Abreise völlig unerwartet annulliert. Politisch wäre das brisant. Medwedtschuk ist nämlich Führer der grössten pro-russischen Partei in der Ukraine.
Wie viel an der Geschichte dran ist, weiss der Tages-Anzeiger selbst nicht so recht. Aber wie man auf Italienisch so schön sagt: Se non è vero, è ben trovato (wenn es nicht wahr ist, ist es doch gut erfunden).
- Den ganzen Artikel lesen Sie im Tages-AnzeigerExterner Link (Paywall).
- Auch BlickExterner Link und 20 MinutenExterner Link berichten.
- Unsere Berichterstattung zu den Ukraine-Gesprächen in Genf, inklusive einer Analyse und der Sicht der Ukrainer:innen in der Schweiz.
Lange war die Schweiz ein Auswanderungsland. Das Landesmuseum Zürich zeigt in einer Ausstellung die Wege, welche die Menschen in die weite Welt genommen haben.
Bis ins frühe 20. Jahrhundert wanderten Schweizer:innen vor allem aus wirtschaftlicher Not nach Frankreich, Brasilien oder in die USA aus. Manchmal auf Druck der Gemeinden, welche die Reisekosten übernahmen, weil das billiger kam als die langandauernde Armenunterstützung.
Die Ausstellung «Weg aus der Schweiz» im Landesmuseum zeigt den Auswanderungsalltag dieser Menschen. Die einen wurden reich, andere blieben arm und fristeten auch in der neuen Heimat ein tristes Dasein (Heimweh inklusive).
Die Ausstellung, die bis am 24. April 2022 zu sehen ist, zeigt auch aktuellere Auswanderungsbeispiele wie den Arzt Beat Richner. Heute leben rund 800’000 Schweizer:innen im Ausland, das sind rund elf Prozent der Schweizer Bevölkerung.
- Die ganze Meldung lesen Sie im heutigen Tagblatt der Stadt Zürich.
- Auch wir berichten demnächst über die Ausstellung. Stay tuned!
- Die Seite des LandesmuseumsExterner Link.
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