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Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Die Schweiz wird regelmässig für ihre mangelnde Transparenz bei der Parteienfinanzierung kritisiert, hat jedoch einen Schritt in Richtung mehr Offenheit gemacht. Seit den eidgenössischen Wahlen 2023 sind Parteien und Komitees verpflichtet, die für ihre Kampagnen eingesetzten Mittel offenzulegen.

Auch wenn diese neuen Regeln von einigen Beobachtern als unvollständig bewertet werden, ermöglichen sie uns heute festzustellen, dass die Kampagnenbudgets im Hinblick auf die Abstimmung über die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» Rekordhöhen erreichen.

Viel Spass bei der Lektüre und ein schönes Wochenende

Die Initiative «Keine Schweiz mit 10 Millionen» will die ständige Wohnbevölkerung begrenzen: Die Marke von 10 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern soll bis 2050 nicht überschritten werden.
Die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» will die ständige Wohnbevölkerung begrenzen: Die Marke von 10 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern soll bis 2050 nicht überschritten werden. Keystone / Andreas Becker

Die Kampagnenbudgets für die Abstimmung vom 14. Juni über die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» erreichen Rekordwerte. Laut heute veröffentlichten Zahlen werden Befürworter und Gegner 15,5 Millionen Franken in den Abstimmungskampf stecken.

Mit 9 Millionen Franken geben die Gegner der von der SVP lancierten Initiative mehr aus als deren Befürworter. Die Vorlage zielt darauf ab, die Schweizer Bevölkerung durch eine strikte Begrenzung der Zuwanderung zu deckeln. Fast die Hälfte dieser Summe (4,2 Millionen Franken) stammt von der Dachorganisation Economiesuisse. Die Befürworter der Initiative investieren 6,4 Millionen Franken in die Kampagne, die grösstenteils von SVP-Mitgliedern finanziert wird.

Die bereits deklarierten 15 Millionen Franken liegen deutlich über dem bisherigen Rekord von rund 10 Millionen Franken, der bei der Abstimmung über den Autobahnausbau im November 2024 erreicht wurde. Allerdings verpflichtet das Gesetz die Parteien und Komitees erst seit 2023 zur Offenlegung ihrer Ausgaben.

Wenig überraschend sind die Mittel für die zweite Abstimmung vom 14. Juni über die Änderung des Zivildienstgesetzes deutlich geringer. Zudem sind die Ausgaben der beiden Lager ausgewogener: Die Befürworter verfügen über ein Budget von 300’000 Franken, die Gegner über 320’000 Franken.

Veronica Fusaro hat am Donnerstagabend auf der Bühne in Wien alles gegeben – doch es hat leider nicht gereicht.
Veronica Fusaro hat am Donnerstagabend auf der Bühne in Wien alles gegeben – doch es hat nicht gereicht. Keystone

Zum ersten Mal seit 2019 wird die Schweiz nicht im Finale des Eurovision Song Contest vertreten sein. Trotz einer gelobten Darbietung hat sich die Kandidatin aus Thun, Veronica Fusaro, nicht qualifiziert.

Mit ihrem Pop-Rock-Song «Alice» konnte Veronica Fusaro das Fernsehpublikum nicht überzeugen. Die Presse zeigt sich jedoch am Freitag lobend über ihren Auftritt in Wien. «Ihre Pop-Rock-Hymne über Abhängigkeit, über eine toxisch gewordene Liebe, über ein Wunderland, das zum Gefängnis wird, hat ihre Versprechen eingelöst», schreibt etwa die Westschweizer Tageszeitung Le Temps.

Die Sängerin zeigte sich «enttäuscht» über das Ausscheiden im Halbfinal, aber auch «stolz» auf ihre Leistung und darauf, «einen sehr starken Song vertreten zu haben, der auch ausserhalb des Eurovision-Kontexts bestehen kann». Gegenüber RTS zieht sie ein positives Fazit: «Viele Menschen haben meine Musik dank des Eurovision entdeckt. Ich werde stärker und besser zurückkommen.»

Die Konkurrenz war am Donnerstagabend in Wien besonders stark. Mehrere Favoriten waren bereits im Vorfeld von Wettanbietern genannt worden, darunter Australien und Dänemark, die sich beide qualifizierten. Nach den beiden Halbfinals treten am Samstag 25 Länder im Finale gegeneinander an.

Hassverbrechen gegen LGBTIQ werden oft nicht gemeldet, weshalb verlässliche Zahlen schwer zu erheben sind.
Hassverbrechen gegen LGBTIQ-Personen werden oft nicht gemeldet, weshalb verlässliche Zahlen schwer zu erheben sind. Keystone / Georgios Kefalas

In der Schweiz werden jede Woche etwa sechs Hassverbrechen gegen LGBTIQ-Personen – sexuelle und geschlechtliche Minderheiten – gemeldet. Diese Zahl ist stabil, stellt laut Verbänden jedoch nur die Spitze des Eisbergs dar.

Der am Freitag veröffentlichte 8. Bericht zu Hassverbrechen der LGBTIQ-Helpline zählt für das Jahr 2025 insgesamt 281 Meldungen von Gewalt und Diskriminierung gegen lesbische, schwule, bisexuelle, transgender, intergeschlechtliche und queere Menschen – 28 weniger als im Vorjahr.

Die offiziellen Zahlen bilden jedoch nur einen kleinen Teil der Realität ab, kritisieren LGBTIQ-Organisationen. Sie stützen sich dabei auf eine kürzlich in Genf durchgeführte Studie, die zeigt, dass mehr als 80% der Betroffenen bereits Diskriminierung oder Gewalt im öffentlichen Raum erlebt haben.

Im Vorfeld des Internationalen Tages gegen Homophobie, Biphobie, Interphobie und Transphobie am Sonntag rufen die LGBTIQ-Dachorganisationen dazu auf, «die Dunkelziffer zu senken und die Meldungen von Hassverbrechen zu erhöhen».

Die Eishockey-Weltmeisterschaft in der Schweiz ist eröffnet!
Die Eishockey-Weltmeisterschaft in der Schweiz ist eröffnet! Keystone / Claudio Thoma

Zum ersten Mal seit 2009 richtet die Schweiz wieder die Eishockey-Weltmeisterschaft aus, die heute beginnt. Für sie steht doppelt viel auf dem Spiel: die Organisation des Anlasses und der Versuch, erstmals einen Weltmeistertitel im eigenen Land zu gewinnen.

Nach 17 Jahren kehrt die WM bis zum 31. Mai in die Schweiz zurück. Die ursprünglich geplante Ausgabe 2020 war wegen der Covid-19-Pandemie abgesagt worden, was die Vorfreude der Fans zusätzlich gesteigert hat. In den Arenen von Zürich und Freiburg kämpfen 16 Nationen um den Titel.

Die Nationalmannschaft startet «ihr» Turnier mit einem Spiel gegen die USA, die im vergangenen Jahr in Stockholm nach einem packenden Final gegen die Schweiz Weltmeister wurden. Die Nati verfolgt klar das Ziel, vor heimischem Publikum Gold zu gewinnen. Es wäre ein historischer Erfolg, da die Schweiz bisher drei Silber- und acht Bronzemedaillen errungen hat, aber noch nie Weltmeister wurde.

Über den sportlichen Aspekt hinaus hat das Turnier auch strategische Bedeutung für das Image der Schweiz. «Wir wollen unser Können zeigen, um ein Signal für 2038 zu setzen», sagte OK-Präsident Marc-Anthony Anner in Le Temps. Er spielt damit auf die Olympischen Winterspiele an, die in jenem Jahr in der Schweiz stattfinden sollen.

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