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1. Mai-Feiern im Zeichen der Krise

Tausende haben in der Schweiz an den 1. Mai Feiern teilgenommen. Bundesrätin Micheline Calmy-Rey zu Zuversicht und Solidarität auf. Die Gewerkschafter gaben sich in ihren Reden kämpferisch.

Calmy-Rey sagte in ihrer Ansprache, das Pendel der Weltwirtschaft ändere nun wohl die Richtung. «Viele Forderungen, die gerade jetzt wieder aktuell sind, wären vor ein paar Jahren noch als Allgemeinplatz abgetan worden», sagte sie.

Als Beispiel nannte Calmy-Rey das Anliegen, dass eine Krise nicht als Vorwand dafür gebraucht werden dürfe, die Arbeitsbedingungen zu verschlechtern.

Für die Kritik, die wegen des Bankgeheimnisses auf den Bundesrat niedergeprasselt war, zeigte die Bundesrätin Verständnis. «Vielleicht wären wir tatsächlich gut beraten gewesen, früher zu handeln», sagte sie. Die OECD-Standards zu akzeptieren, sei aus moralischen Gründen das einzig Richtige.

Paul Rechsteiner, Präsident des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) rief an der Schlusskundgebung in Zürich zu einer Stärkung der Gewerkschaften auf. Es brauche offensive linke Antworten.

Der Beinahe-Kollaps des weltweiten Finanzsystems sei kein Naturgesetz, sondern eine Folge der neoliberalen Ideologie. Diese ziele auf eine Schwächung der Gewerkschaften ab.

An der Kundgebung in Zürich nahmen nach Angaben der Polizei rund 12’000 Personen teil, die Organisatoren sprachen von bis zu 15’000 Zuhörern.

Die Kundgebung verlief friedlich. An der Nachdemo am Nachmittag kam es beim Helvetiaplatz zu Scharmützeln zwischen Chaoten und der Polizei.

swissinfo und Agenturen

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