Calmy-Rey beschwichtigt in Bogotá
Die Schweiz und Kolumbien haben in Bogotá das 100-jährige Jubiläum ihres Freundschaftsvertrages gefeiert. Die Schweizer Aussenministerin Micheline Calmy-Rey schlug in ihrer Rede auch kritische Töne an.
Sie denke, dass ihr Besuch in Kolumbien helfe, das Verständnis zwischen den beiden Völkern zu verbessern, sagte Calmy-Rey im Palacio San Carlos.
«Der Besuch findet in einem Moment statt, in dem die Bemühungen der Schweiz in Kolumbien und die Rolle unserer Vermittler viel Tinte hat fliessen lassen», sagte Calmy-Rey in Anspielung auf Jean-Pierre Gontard, der in Kolumbien wegen umstrittener Kontakte zur Guerilla Farc kritisiert worden war.
Die Aussenministerin gab ihrer grossen Sorge über den Missbrauch des IKRK-Emblems durch die kolumbianische Armee Ausdruck. Diese habe das humanitäre Völkerrecht verletzt. Der Vorfall habe dem Image des IKRK geschadet und könnte einen Präzedenzfall darstellen.
Die Schweiz akzeptiere den Entscheid der kolumbianischen Regierung, künftig alleine mit der Farc zu verhandeln, sagte Calmy- Rey weiter. Der kolumbianische Präsident Alvaro Uribe und der Aussenminister Jaime Bermúdez dankten der Schweiz für ihre Vermittlung im Friedensprozess.
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