Die fünfte Schweiz in Davos
Die Beziehungen der Schweiz zur UNO stehen im Zentrum der Gespräche am 79. Jahreskongress der Auslandschweizer-Organisation (ASO) in Davos. UNO-Insider und Bundesrat Deiss diskutieren mit Vertretern aus aller Welt.
Rund 500 Auslandschweizer aus allen Kontinenten treffen sich ab Freitag (17.08.) zum dreitägigen Kongress der ASO. Die Gespräche stehen unter dem Titel «Die UNO von innen». Nach Davos geladen sind neben Bundesrat Joseph Deiss führende Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Kultur.
Die UNO aus erster Hand
Indem man «UNO-Insider» nach Davos zu einem Erfahrungs-Austausch einlade, wolle man einen direkten Beitrag zur laufenden Diskussion über einen UNO-Beitritt der Schweiz leisten, schreibt die ASO. Denn nicht wenige Schweizerinnen und Schweizer stünden bereits heute im direkten Kontakt mit der UNO.
Über ihre Arbeit sprechen in Davos unter anderem Peter Arbenz (Präsident Helvetas), Bernard Cathomas (ehemaliger Direktor Pro Helvetia), Toni Frisch (Delegierter für Humanitäre Hilfe und Chef Schweizerisches Katastrophenhilfekorps) sowie Botschafter Erwin Hofer (Chef UNO-Abteilung im Aussenministerium). Bundesrat Joseph Deiss wird am Samstagnachmittag vor die Auslandschweizer treten.
Die Fünfte Schweiz und ihr «Parlament»
591’660 Schweizerinnen und Schweizer leben derzeit im Ausland. Organisiert sind sie in rund 750 Auslandschweizer Vereinen, die ihrerseits unter dem Dach der ASO zusammengeführt sind. Von den Behörden wird die ASO als Sprachrohr der Fünften Schweiz anerkannt.
Oberstes Organ der ASO ist der rund 150-köpfige Auslandschweizerrat (ASR), eine Art «Parlament der Fünften Schweiz», das nach einem ausgefeilten Proporz-Schlüssel zusammengesetzt ist. Der ASR vertritt die Interessen aller Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer gegenüber den Behörden und der Öffentlichkeit in der Schweiz.
swissinfo und Agenturen
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