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Entführungsalarm: Parlament macht Druck

Das Parlament will die Einführung eines nationalen Entführungsalarms vorantreiben und setzt die Regierung unter Druck. Mit der stillschweigenden Überweisung einer parlamentarischen Initiative schloss sich der Nationalrat dem Ständerat an.

Laut Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf wird bis Ende Jahr ein Alarmsystem bei Kindesentführungen bereitstehen. Ein Vorstoss des freisinnigen Neuenburger Ständerats Didier Burkhalter hatte am Montag eine Partnervereinbarung als Grundlage für den Entführungsalarm gefordert.

Die Grosse Kammer überwies diese parlamentarische Initiative stillschweigend.

Im Grundsatz geregelt werden soll die Zusammenarbeit der Beteiligten – etwa Kantone, Medien, Transportunternehmen, Telefongesellschaften und Opferverbände.

Entführungsmeldungen sollen über verschiedene Kanäle möglichst schnell landesweit verbreitet werden.

Die Rechtskommission hatte die Motion unterstützt. In 91% der Entführungsfälle werde das Opfer innerhalb von 24 Stunden getötet, in 44% gar in der ersten Stunde nach der Entführung, sagte die Zürcher CVP-Vertreterin Barbara Schmid-Federer: «Darum muss rasch gehandelt werden.»

Den Anstoss für die Forderung nach einem Alarmsystem gab die Entführung der fünfeinhalbjährigen Ylenia am 31. Juli 2007 in Appenzell.

swissinfo und Agenturen

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Dieser Inhalt wurde am veröffentlicht Mit der parlamentarischen Initiative kann ein Mitglied des National- oder Ständerats dem Parlament (Bundesversammlung) den Entwurf für einen Verfassungsartikel, ein Gesetz oder eine Verordnung vorlegen. Das Projekt kann fertig ausformuliert oder nur in den Grundzügen entworfen sein. Eine parlamentarische Initiative ist nicht mehr möglich, wenn zum gleichen Gegenstand bereits eine Vorlage unterbreitet worden ist. Die…

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