ETH wollen mehr Geld
Um ihre internationale Spitzenposition zu behaupten, brauchen die Eidgenössisch Technischen Hochschulen (ETH) und ihre Forschungsanstalten mehr Geld. Der ETH-Rat verlangt für die Jahre 2012 bis 2016 vom Bund eine jährliche Budgeterhöhung von mindestens sechs Prozent.
Die Konkurrenz werde härter, begründete Fritz Schiesser, Präsident des ETH-Rats, den Anspruch. Zahlreiche Länder, zum Beispiel die Nachbarstaaten Deutschland und Frankreich, investierten erkleckliche Summen in die Bildung, Forschung und Innovation.
Um mithalten zu können, benötige der ETH-Bereich bis 2016 jährlich mindestens sechs Prozent mehr Geld. Zum ETH-Bereich gehören neben der ETH Zürich und der ETH Lausanne zusätzlich vier Forschungsanstalten. Diese erhalten heute einen Bundesbeitrag von rund zwei Mrd. Franken pro Jahr.
Jährlich mindestens zwei Prozent mehr Bundesbeiträge brauchen die ETH für die Lehre: Wie Ralph Eichler, Präsident der ETH Zürich, sagte, ist die Zahl der Studierenden in den letzten zehn Jahren viel stärker angestiegen als die Bundesbeiträge. Um die Qualität der Ausbildung aufrecht zu erhalten, benötigten die ETH nun mehr Mittel.
«Wir wollen keine Konzessionen machen bei der Ausbildung und den Betreuungsverhältnissen», sagte Schiesser. Bleibt das Geld aus, müssen laut dem ETH-Rat deshalb Wege gefunden werden, um die Zahl der Studierenden zu beschränken. Es bräuchte dann legale Mittel, um die Studenten auswählen zu können, sagte Eichler.
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