Friedensförderung und Fussball-EM
Bundesrat Samuel Schmid hat am Dienstag in Wien Verteidigungsminister Herbert Scheibner und Sportministerin Susanne Riess-Passer getroffen. Dabei ging es um Friedensförderung und die gemeinsame Kandidatur für die Fussball-EM 2008.
Der Vorsteher des Schweizer Ministeriums für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), Bundesrat Schmid, und Herbert Scheibner diskutierten in erster Linie die unterschiedlichen Rollen von USA, NATO und EU angesichts der terroristischen Bedrohung nach den Anschlägen vom 11. September. Dies gab VBS-Sprecher Oswald Sigg bekannt.
Schmid und Scheibner hätten bei der vergleichbaren Interessenlage ihrer beiden Länder Informationen ausgetauscht und ihre unterschiedlichen Massnahmen diskutiert. Dies betreffe auf Schweizer Seite den SWISSCOY-Einsatz im Kosovo, die Rolle der Militärbeobachter in den verschiedenen Konfliktgebieten weltweit sowie Massnahmen im Rahmen der Partnerschaft für den Frieden.
Die SWISSCOY ist dem österreichischen Kosovo-Kontingent AUCON zugeordnet, das im Rahmen der deutschen Brigade der KFOR im Einsatz
steht. Scheibner habe die Bewaffnung der Schweizer Soldaten im Balkan-Einsatz begrüsst, sagte Sigg. Dadurch würden österreichische Kapazitäten frei.
Schmid und Scheibner hätten auch über die laufende Schweizer Armee-Reform gesprochen, sagte Sigg. Der österreichische Verteidigungsminister habe grosses Interesse an den Erfahrungen im Nachbarland gezeigt.
Austausch von ABC-Informationen
Nach einer Kranzniederlegung am Helden-Denkmal zum Gedenken der Toten der beiden Weltkriege besichtigte Schmid die ABC-Abwehrschule des österreichischen Bundesheeres. Der VBS-Chef kündigte einen verstärkten Informations-Austausch zwischen dem AC-Labor Spiez und der österreichischen Einrichtung an.
EM-Kandidatur und Sicherheit
Mit der österreichischen Sportministerin Riess-Passer besprach Schmid schliesslich die schweizerisch-österreichische Kandidatur für die Fussball-Europameisterschaft im Jahr 2008. Man sei zur Erkenntnis gelangt, dass höchste Sicherheits-Standards für alle Beteiligten garantiert werden könnten, hiess es.
swissinfo und Agenturen
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