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Geld-Engpass bei der Expo

Franz Steinegger (rechts) 2001 im Gespräch mit dem damaligen Finanzminister Kaspar Villiger. Thema: die Rettung der Expo.02. swissinfo.ch

Die Expo.02 steht vor grossen Liquiditäts-Problemen: Gehandelt werden muss innert Wochen. Die Expo-Leitung, der Bundesrat und die Regierungs-Parteien erwarten aber, dass das 200 Millionen-Franken-Loch ohne Erhöhung des Bundesengagements geschlossen werden kann.

An den von-Wattenwyl-Gesprächen der Parteispitzen und des Bundesrates vom Freitag (16.02.) informierte Expo-Chef Franz Steinegger über den Stand des Projekts. Laut Bundesratssprecher Achille Casanova zeigte er sich überzeugt, dass die Expo.02 termingerecht, innerhalb des Budgets und mit vertretbaren Risiken stattfinden wird.

Geld reicht bis Mitte März

Weil Rechnungen offen sind, ohne dass entsprechende Einnahmen fliessen, hat die Expo.02 allerdings ein Liquiditätsproblem. Eine im Februar von zwei Grossbanken gewährte Überbrückung von 40 Millionen Franken reicht nur bis Mitte März. Für die Zeit bis Ende Juni 2001 braucht es eine Spritze von ungefähr 200 Millionen. Die vier Parteien gehen mit Bundesrat und Expo-Leitung einig, dass das akute Finanzloch der Expo.02 ohne eine Erhöhung des Bundes-Engagements geschlossen werden muss.

Vier Möglichkeiten

Nach Auskunft Casanovas sieht Steinegger vier Wege, dieses Loch zu stopfen. Die erste Möglichkeit besteht darin, dass die Banken die erforderlichen Kredite gewähren. Bei der zweiten Möglichkeit würde der Bund ein Darlehen von 200 Millionen leisten, das – falls es nicht zurückkäme – der Defizitgarantie angerechnet würde.

Drittens könnte der Bund Bankenkredite mit der Defizitgarantie absichern. Oder viertens wird eine Mix-Finanzierung ins Auge gefasst.

Welcher Weg beschritten wird, ist noch offen. CVP-Präsident Adalbert Durrer hält es für unumgänglich, dass sich Bundesrat und Parlament erneut mit dem Dossier befassen. Im übrigen sei klar, dass bei der Expo.02 der «point of no return» längst überschritten sei.

swissinfo und Agenturen

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