Indianerführer Raoni in Bern
Bundespräsident Moritz Leuenberger empfing am Mittwoch (20.06.) den Indianerführer Raoni zu einem Gespräch. Der Chef des Volkes der Kayapo kämpft seit 30 Jahren für den Schutz des amazonischen Regenwaldes.
Raoni bereist laut Mitteilung des Eidgenössischen Departementes für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) zur Zeit diverse europäische Länder. Er will die Staatengemeinschaft auf die anhaltende Zerstörung der Amazonas-Urwälder und die Gefährdung des Lebensraumes der Urbewohner aufmerksam machen.
Neben politischer Unterstützung ersucht Häuptling Raoni, der bereits mit Pop-Star Sting aufgetreten ist, in Europa auch um finanzielle Mittel. Die Kayapo leben in einem 1993 geschaffenen, gleichnamigen Territorium auf dem Gebiet der brasilianischen Bundesstaaten Mato Grosso und Para.
Die Angehörigen von 16 Stämmen, insgesamt 10 000 Menschen in 20 Dörfern, leben im Territorium, das mehr als vier Mal so gross ist wie die Schweiz. In die Schlagzeilen gerieten die Kayapo im August 2000, als sie mit der vorübergehenden Geiselnahme von 16 Fischern die Abgrenzung eines ihnen zugesprochenen Reservats erwirkten.
swissinfo und Agenturen
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