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Kolumbien gibt Missbrauch des IKRK-Emblems zu

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz in Bogotá will nach dem Eingeständnis der kolumbianischen Regierung, das IKRK-Emblem bei der Geiselbefreiung missbraucht zu haben, so schnell wie möglich an die Arbeit zurückkehren.

«Für uns ist jetzt nicht das Wichtigste, in eine Diskussion zu diesem Thema einzutreten», sagte IKRK-Sprecher Yves Heller in der kolumbianischen Hauptstadt. «Das Wichtigste für uns ist, dass wir als eine Organisation weiterarbeiten können, die sich um alle Opfer dieses bewaffneten Konfliktes kümmert.»

Der kolumbianische Präsident Álvaro Uribe hatte den Missbrauch eines Rotkreuz-Emblems bei der spektakulären Aktion am Mittwoch zugegeben. Er gab die Schuld einem einzelnen Offizier.

Laut kolumbianischen Medienberichten habe sich Präsident Uribe daraufhin bei den IKRK-Mitarbeitern entschuldigt.

Der Missbrauch der Rotkreuz-Symbole stellt eine grosse Belastung für mögliche künftige Geiselfreilassungen in Kolumbien dar, weil es meist IKRK-Mitarbeiter sind, denen die Opfer übergeben werden.

Nach den Genfer Konventionen sind die Symbole des Roten Kreuzes und des Roten Halbmondes geschützt und dürfen nur von den entsprechenden Gesellschaften genutzt werden.

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