Krisentrend bei Schweizer Pensionskassen
Rund sechs von zehn Vorsorge-Einrichtungen der 2. Säule weisen eine Unterdeckung auf, meldet das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV). Eine Sanierung ist wegen der unklaren internationalen Finanzlage schwierig.
Zwei Drittel der unterdeckten Pensionskassen haben einen Deckungsgrad zwischen 100 und 90%, ein Drittel liegt unter 90%.
Alle unterdeckten Vorsorge-Einrichtungen müssen ihre Aufsichtbehörden bis Ende Juni informieren, mit welchen Massnahmen sie diese Situation korrigieren wollen.
Laut BSV kann aufgrund der gegenwärtigen unsicheren Situation nicht auf eine Erholung der Finanzmärkte gehofft werden. Das Gesetz verlangt eine Korrektur innerhalb von fünf bis sieben, höchstens aber zehn Jahren.
Gemäss BSV sollte eine Senkung des Mindestumwandlungssatzes nicht hinausgezögert werden. Der Umwandlungssatz für den obligatorischen Teil der zweiten Säule von derzeit 7,05% für Männer und 7% für Frauen sei für die Pensionskassen eine schwere Last, hiess es.
swissinfo und Agenturen
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