Schmid blieb vage
Der Auftrag der Schweizer Soldaten im Kosovo soll nicht verändert werden. Dies sagte Verteidigungs-Minister Samuel Schmid am Dienstag (31.07.) vor den Swisscoy-Soldaten in Suva Reka im Süden Kosovos.
Bisher leistet die 160-köpfige Swisscoy-Truppe logistische Unterstützung für das österreichische Kontingent im deutschen KFOR-Sektor.
Die Bewaffnung der Swisscoy zum Selbstschutz solle optimiert werden, sagte der Verteidigungsminister in seiner zweisprachigen Rede (mit Grussworten auch in italienisch und rätoromanisch) zur vorgezogenen 1.-August-Feier im Camp Casablanca weiter. Dies geschehe «in Absprache mit unseren Kooperations-Partnern» vor Ort. Was das genau heisst, sagte Schmid nicht.
Der Entwurf zur Botschaft über die Verlängerung des Mandats solle dem Gesamt-Bundesrat Mitte September unterbreitet werden, sagte Schmid weiter.
Erfolgsgeschichte
Schmid würdigte die bisherige Arbeit der Swisscoy-Angehörigen als «Erfolgsgeschichte». Wie Casablanca im gleichnamigen Film mit Humphrey Bogart und Ingrid Bergman ein Ort der Hoffnung für Kriegsflüchtlinge gewesen sei, sei auch Camp Casablanca ein Ort der Hoffnung für eine ganze Region, für welche die internationale Gemeinschaft solidarisch verantwortlich sei.
Schmid war am Dienstagmorgen in Begleitung der Präsidenten der sicherheits-politischen Kommissionen, Nationalrat Boris Banga (SP/SO) und Ständerat Pierre Paupe (CVP/JU) ins Kosovo gereist. An der Feier in Suva Reka war auch der norwegische KFOR-Chef Thorstein Skiaker anwesend.
Nach Angaben eines VBS-Sprechers wurden die Schweizer am Dienstagmittag von ihren Kollegen aus Österreich und der Slowakei mit Rösti und Bratwurst bewirtet. Am Abend kochen die Deutschen.
Schmid kehrt bereits am Nachmittag in die Schweiz zurück. Er hält am «echten Datum» in seiner Heimatgemeinde Rüti bei Büren eine weitere 1.-August-Rede.
swissinfo und Agenturen
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch