Schweiz erhöht Hilfe für Afghanistan
Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) hat die humanitäre Hilfe zu Gunsten der leidenden afghanischen Zivilbevölkerung um fünf auf 17,5 Mio. Franken in diesem Jahr erhöht.
An einem internationalen Forum am Genfer UNO-Sitz vom Freitag und Samstag waren die 15 Mitgliedsländer der «Afghanistan Support Group» sowie die Nachbarstaaten Afghanistans eingeladen. Nebst zahlreichen UNO-Organisationen nahmen auch das Internationale Komitee vom Roten Kreuz und Nichtregierungs-Organisationen teil.
Die Schweizer Delegation wurde von DEZA-Direktor Walter Fust angeführt. Er dankte den Nachbarstaaten Afghanistans für ihre bisher geleitete Unterstützung und rief sie dazu auf, ihre Grenzen für Not leidende Flüchtlinge zu öffnen, wie die DEZA am Samstag mitteilte.
Zudem appellierte er an die internationale Gemeinschaft für mehr Hilfe und eine bessere Lastenteilung. Bei allfälligen Militärschlägen gegen Afghanistan müsse die Zivilbevölkerung unbedingt verschont bleiben. Die Befriedung Afghanistans sei eine notwendige Voraussetzung für die Rückkehr der vertriebenen Bevölkerung und eine dauerhafte Entwicklung.
Die zusätzliche Hilfe der Schweiz wird durch einen vom Bundesrat gutgeheissenen Nachtragskredit ermöglicht. Über die finanzielle Hilfe hinaus stellt die Schweiz der UNO eine Reihe von Expertinnen und Experten des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe zur Verfügung.
swissinfo und Agenturen
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