Schweiz schlägt Programm für Reduktion von A-Waffen vor
Die Schweiz setzt sich für eine wirksamere Durchsetzung des Atomwaffensperrvertrages ein. An der Vertragskonferenz in New York präsentiert die Schweizer Delegation ein Programm für Fortschritte bei der Reduktion von Atomwaffen.
Die Schweiz setzt sich für eine wirksamere Durchsetzung des Atomwaffensperrvertrages ein. An der Vertragskonferenz in New York präsentiert die Schweizer Delegation ein Programm für Fortschritte bei der Reduktion von Atomwaffen.
Der Leiter der Schweizer Delegation, Jenö Staehelin, stellte in einer Rede am Dienstagnachmittag (25.04.,Ortszeit) fest, dass im Bereich der Abrüstung seit der Vertragsverlängerung vor fünf Jahren kaum Fortschritte erzielt worden seien.
Zwar begrüsste der Botschafter von der Schweizer UNO-Mission die Ratifizierung des START II-Abkommens und des Vertrages über den Stopp von Atomtests durch das russische Parlament ebenso wie die Abrüstungsanstrengungen von Frankreich und Grossbritannien.
Die Atomtests in Indien und Pakistan jedoch bezeichnete Staehelin als «brutale Mahnung daran, dass regionale Instabilität oft eine Quelle der Ausbreitung nuklearer Waffen» sei. Die universelle Umsetzung des Atomwaffensperrvertrages (NPT) scheine heute schwieriger als vor fünf Jahren. Die bis zum 19. Mai dauernde Konferenz solle dazu dienen, einen neuen Aktionsplan auszuarbeiten, der sowohl aus der Vergangenheit lerne wie auch in die Zukunft weise, sagte Staehelin.
Die Schweizer Delegation will deshalb in New York ein Acht-Punkte Programm für Fortschritte bei der Reduktion von Atomwaffen vorlegen. Das Programm beinhaltet unter anderem Massnahmen zur erhöhten Transparenz von Tätigkeiten, die unter den NPT fallen.
Der Vorschlag sieht Bemühungen zum Abbau der Waffenarsenale in den USA und in Russland sowie ein Verbot der Produktion von spaltbarem Material für explosive Zwecke vor. Zudem sollen Labortests zur Herstellung nuklearer Waffen als nicht vertragskonform deklariert werden.
Die 187 Staaten, die den Atomsperrvertrag unterzeichneten, werden angehalten, mehr auf die regionalen Aspekte der Nicht- Verbreitung nuklearer Waffen zu achten.
swissinfo und Agenturen
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