Schweiz will in Armenien Botschaft eröffnen
Die Schweiz will ihre Beziehungen zu Armenien stärken. In der Hauptstadt Eriwan soll eine Schweizer Vertretung eröffnet werden, wie Aussenministerin Micheline Calmy-Rey anlässlich eines Arbeitsbesuches ankündigte.
Derzeit ist die Botschaft in Georgien für die Schweizer Interessen in Armenien zuständig. In Armenien selbst verfügt die Schweiz nur über ein Büro der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza).
Calmy-Rey traf in Eriwan ihren Amtskollegen Eduard Nalbandian und stattete Präsident Serge Sargsian einen Höflichkeitsbesuch ab. Während eines Essens mit Nalbandian wurde auch der Konflikt um die in Aserbaidschan liegende armenische Enklave Berg-Karabach thematisiert. Die Schweiz hatte wiederholt versucht, im Konflikt zu vermitteln.
Armenien liege an der Kreuzung einer Region, die für Europa wichtig sei – nicht zuletzt in bezug auf die Energieversorgung, sagte ein Sprecher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA). Im kaspischen Meer liegen riesige Ölreserven, und eine Pipeline führt quer durch den Südkaukasus.
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