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Schweizer bei Abschuss eines UNO-Helikopters getötet

Beim Abschuss des UNO-Helikopters über der georgischen Region Abchasien vom Montag ist auch ein Schweizer Militär-Beobachter ums Leben gekommen. Von den neun Insassen hat keiner überlebt, wie das Schweizer Verteidigungs-Ministerium am Dienstag bestätigte.

Die Bergung wird durch Kämpfe erschwert. Fünf der insgesamt neun Opfer seien von der UNO geborgen worden, sagte Sandy Stewart von der Abteilung friedenserhaltende Operationen im Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS).

Zwei davon konnten identifiziert werden, der Schweizer gehöre aber nicht dazu. Die Bergung der weiteren vier Opfer werde durch Kämpfe in der Region zurzeit verunmöglicht.

Zur Absturzursache wollte sich Stewart noch nicht festlegen. Laut einem Sprecher der abchasischen Behörden wurde der Helikopter aber abgeschossen, in einem Gebiet, in welches zuvor tschetschenische und georgische Rebellen eingedrungen seien.

Abchasien, das im Nordwesten Georgiens liegt und an das Schwarze Meer und Russland grenzt, ist praktisch unabhängig, seit Separatisten in einem Krieg 1992 und 1993 die georgischen Regierungstruppen vertrieben haben. Russische Soldaten kontrollieren seit 1994 die Einhaltung einer Waffenruhe. UNO-Beobachter wurden schon des öfteren Ziel von Angriffen.

swissinfo und Agenturen

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