The Swiss voice in the world since 1935
Top Stories
Schweizer Demokratie
Newsletter

Sommer-RS beginnt: Erstmals mit Durchdiener-Rekruten

20'000 Rekruten rücken ein - darunter 61 Frauen. Keystone Archive

Am Montag (09.07.) beginnt für 20'000 Rekruten die 15-wöchige militärische Grundausbildung in 44 Rekrutenschulen (RS) des Heeres und der Luftwaffe. Unter den Einrückenden sind 61 Frauen. Als Novum leisten 225 Rekruten ihre 300 Tage Dienst an einem Stück.

Für 20’000 junge Männer und Frauen gilt es ab Montag (09.07.) ernst: Sie beginnen mit der 15-wöchigen Rekrutenschule. Für die Führung der Rekruten stehen rund 5’200 Kader und Zeitsoldaten zur Verfügung. Sie bilden in 44 Schulen die jungen Armeeangehörigen zu Soldaten aus. Als Neuheit leisten 225 Rekruten ihre 300 Tage Dienst an einem Stück. Bei dieser so genannten Durchdiener-RS handelt es sich um einen Pilotversuch.


Die Durchdiener erlernen zuerst das militärische Grundhandwerk. Dann werden sie auf subsidiäre Einsätze in der Schweiz vorbereitet: Bewachen, Überwachen, Verkehr leiten, Transportieren und Ausbilden. Bei der Durchdiener-RS handelt es sich um einen Pilotversuch. Er wird an den RS in Payerne VD und St. Maurice VS durchgeführt.

23 Offiziers-Aspirantinnen

Für die Ausbildung und Führung der 20’000 jungen Männer und Frauen stehen rund 800 Berufskader, 4’000 Milizkader und 400 Zeitsoldaten zur Verfügung. Sie bilden in 44 Schulen, verteilt auf 35 Waffenplätze, die jungen Armeeangehörigen zu Soldaten aus.

Die Frauen sind in nicht weniger als 19 Schulen vertreten. Insgesamt rücken 102 Frauen ein: 61 Rekrutinnen und 41 weibliche Kader, darunter eine Kompanie-Kommandantin. Bei der Offiziersausbildung wird ausserdem ein neuer Rekord verzeichnet: 23 Aspirantinnen werden diesen Sommer in sechs OS zu Offizieren.

Ausrüstung fassen

In den ersten Tagen fassen die Rekruten ihre persönliche Ausrüstung. Sie kostet 5’800 Franken und setzt sich zusammen aus Kampf- und Ausgangsbekleidung, zwei Paar Kampfstiefeln, dem Gepäck, der ABC-Schutzmaske und der Waffe.

Pro Armee-Angehörigen können die Fouriere pro Tag 6.55 Franken für die Verpflegung ausgeben. Zusätzlich zum Sold von 4 Franken pro Tag erhält der Rekrut eine Erwerbsausfall-Entschädigung von täglich 43 Franken. Für Kader beträgt der Erwerbsausfall mindestens 97 Franken, plus mindestens 5 Franken Sold sowie eine Soldzulage von 20 bis 50 Franken.

Hilfe bei Krisensituationen

Der Psychologisch-Pädagogische Dienst (PPD) bietet den Rekruten Einzelberatung bei der Bewältigung von Krisensituationen oder der Eingliederung in den Truppenverband an. Er berät auch die Kader in Führungsfragen. Der PPD setzt sich aus einem professionellen Kommando und rund 250 Miliz- und Fachoffizieren aus psychosozialen Berufen zusammen.

Hilfe bietet zudem der Sozialdienst der Armee (SDA) an. SDA- Vertreter besuchen in den ersten vier Ausbildungswochen alle Rekrutenschulen. Die vier SDA-Sozialarbeiter und 25 Milizberater helfen in finanziellen oder rechtlichen Fragen wie Budget, Arbeitsrecht (Kündigungsschutz, Teillohnfortzahlung), Erwerbsersatz, Krankenkassenprämien, Betreibungen und Ähnlichem.

swissinfo und Agenturen

Beliebte Artikel

Meistdiskutiert

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

Mehr: JTI-Zertifizierung von SWI swissinfo.ch

Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!

Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft