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SVP neu in jedem Kanton

SVP-Präsident Ueli Maurer (l.) und Sektions-Präsident Yvan Perrin (r.) an der Gründungsveranstaltung der Neuenburger SVP. Keystone

Die SVP hat am Donnerstagabend in Neuenburg ihre 26. Kantonalsektion mit rund 50 Mitgliedern gegründet. Damit ist die Partei neu in allen Kantonen vertreten.

Zur Gründung der Sektion in Neuenburg, dem letzten weissen Fleck auf der SVP-Landkarte, sind Parteipräsident Ueli Maurer und sein Vize, der Waadtländer Nationalrat Jean-Fattebert, nach Malvilliers in Neuenburg gereist.

Circa 50 Personen nahmen an der Gründungs-Veranstaltung teil. Sie wählten 35-jährigen Yvan Perrin als Sektions-Präsidenten. Die Partei wolle das politische Terrain dort in Beschlag nehmen, wo sie bereit zur Auseinandersetzung sei, sagte Perrin.

Der jüngste SVP-Spross befindet sich mit seinen politischen Leitlinien ganz auf der Linie der Mutterpartei: für Steuersenkungen, mehr Polizeipräsenz in den Städten, strikte Umsetzung der Ausländer-Gesetze sowie Nein zu EU, UNO und NATO.

SVP im Welschland

Um ihre Strukturen in der Westschweiz zu festigen, beschäftigt die SVP Schweiz seit Juni zu 20% Gilberte Demont, den Sekretärin der Waadtländer SVP, als Koordinatorin für die Romandie.

Dass sich die Bürgerinnen und Bürger ennet dem Röstigraben für die SVP – oder UDC wie sie sich auf Französisch nennt – erwärmen, zeigte sich deutlich anfangs Oktober, als die SVP erstmals zu den Genfer Grossratswahlen antrat und gleich als grosse Wahlgewinnerin hervorging: Sie übersprang die 7-% -Hürde mit über 10% der Stimmen problemlos und kam auf 10 der 100 Sitze im Kantonsparlament.

Beobachter skeptisch

Der Genfer Wahl-Erfolg ging vor allem auf Kosten der linken Parteien. Pascal Sciarini, Professor am Lausanner Institut für Management in öffentlichen Verwaltungen (IDHEAP), erklärt diesen Erfolg an der Urne mit einer Mischung aus Protest gegen die Classe politique und dem Wunsch nach einfachen Rezepten in Zeiten der Verunsicherung.

Allerdings hält er das Potential von SVP-Wählenden in der Westschweiz für kleiner als in der Deutschschweiz: Mit ihrer Themenpalette – Nein zu EU und UNO, für eine Verschärfung der Asylpolitik – könne die SVP weniger stark mobilisieren als in ihren Deutschschweizer Stammlanden.

Waadt als nächste Herausforderung

Bei den kommenden Waadtländer Gemeindewahlen von Ende Oktober richtet sich das Interesse der SVP vor allem auf die Städte: Die in der Waadt stark auf dem Land verankerte Partei will in den städtischen Zentren Fuss fassen. Dank neu gegründeter Sektionen tritt die SVP erstmals in Nyon, Vevey, Montreux und Tour-de-Peilz an.

swissinfo und Agenturen

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