Swiss fliegt Tripolis wieder an
Am Sonntag fliegt die Swiss nach dem diplomatischen Zwist zwischen Libyen und der Schweiz erstmals wieder nach Tripolis. Das Schweizer Aussenministerium rät aber weiterhin von Reisen in das nordafrikanische Land ab.
Normalerweise fliegt die Swiss drei Mal wöchentlich direkt nach Tripolis. Im Zuge der Krise zwischen der Schweiz und Libyen beschränkten die libyschen Behörden den Flugverkehr aber auf eine Verbindung am Sonntag. Die Swiss verzichtete dann in den vergangenen Wochen allerdings auch auf diesen Flug.
In seinen Reisehinweisen rät das Aussendepartement (EDA) weiter von Touristen- und anderen nicht dringenden Reisen nach Libyen ab. Das werde sich laut einem EDA-Sprecher in nächster Zeit voraussichtlich nicht ändern.
Die Krise zwischen der Schweiz und Libyen war durch die Verhaftung von Hannibal Gaddafi und seiner Ehefrau in Genf am vergangenen 15. Juli ausgelöst worden. Gegen den Sohn des libyschen Herrschers Muammar Gaddafi und seine Frau läuft ein Verfahren, weil sie Bedienstete misshandelt haben sollen.
Libyen verlangt eine Entschuldigung für die Umstände der Verhaftung und erwartet, dass das Verfahren im Kanton Genf eingestellt wird.
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