Wahlbarometer: SVP würde nicht zulegen
Hätten Ende Mai Nationalratswahlen stattgefunden, wäre die FDP als Wahlsiegerin der Bundesratsparteien hervorgegangen. Gemäss dem GfS-Wahlbarometer im Auftrag von SF DRS hätte die SP erstmals Verluste erlitten und der Höhenflug der SVP wäre gestoppt worden.
Das GfS-Forschungsinstitut befragte zwischen dem 26. März und dem 25. Mai insgesamt 3’766 Wahlberechtigte, wie sie wählen würden, wenn jetzt Wahlen wären.
Die Befragten hätten der Schweizerischen Volkspartei, SVP, zu keinem weiteren Stimmenzuwachs verholfen: Zwar wäre sie mit 22,2% (Wahlen 1999: 22,5%) weiterhin stärkste Partei, hätte aber entgegen der Trends bei kantonalen Wahlen national nicht weiter zulegen können.
FDP hätte sich gesteigert
Nach der in der Sonntagsausgabe der «Tagesschau» veröffentlichten Umfrage würde der Stimmenanteil der SVP erstmals seit 1987 leicht sinken. Gesteigert hätte sich vor allem die freisinnige FDP mit 21,4% (19,9%) die CVP bliebe mit 15,5% (15,9%) relativ stabil. Deutlichere Verluste müsste einzig die SP hinnehmen, sie käme noch auf 21,4% (22,5%) Prozent der Wählenden.
Militärvorlagen entscheidend
Entscheidend für das Ergebnis des Wahlbarometers war der Abstimmungskampf um die Militärgesetzrevision, über die am 10. Juni abgestimmt wurde. Die Kampagne kostete die SVP Stimmen und gab der FDP die Möglichkeit, sich zu profilieren.
Die SP verlor ihre Stimmen vor allem in der politischen Mitte. Auch die FDP verlor im Zentrum, holte aber rechts der Mitte auf, zulasten der SVP.
Nach Einkommensklassen verlor die SVP bei gut Verdienenden, während sie in Haushalten mit einem Monatseinkommen von unter 5’000 Franken zulegte. In dieser Kategorie büsste die FDP Stimmen ein. Die SP machte bei den oberen Mittelschichten einen eigentlichen Taucher, wo sie bisher stark vertreten war.
swissinfo und Agenturen
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