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Wahlen USA: Spannendes Kopf-an-Kopf Rennen

Die Entscheidung bei der Präsidentenwahl in den USA ist auch sieben Stunden nach Schliessung der ersten Wahllokale noch völlig offen. Die Kandidaten Bush und Gore liefern sich das erwartet spannende Rennen um die Nachfolge von Präsident Clinton.

Nach der Entscheidung in 47 der 50 US-Staaten liegt der Demokrat Gore mit 249 Wahlmännerstimmen in Führung. Bush hat sich 246 Wahlmännerstimmen sichern können. Für den Einzug ins Weisse Haus sind insgesamt 270 dieser «electoral votes» erforderlich. Die Ergebnisse beruhen zum Teil auf der Auszählung von Stimmen, zum anderen Teil auf «exit polls», die von den grossen Fernsehsendern erhoben wurden.

Warten auf Florida

Mit Spannung erwartet wird das Ergebnis aus Florida. In dem «Sonnenschein-Staat» sind 25 Wahlmännerstimmen zu vergeben. Gore käme mit einem Sieg auf eine prognostizierte Mehrheit von 274 Stimmen im Wahlmännerkollegium und würde neuer Präsident.

Zu den wichtigsten Einzelergebnissen Gores gehören Siege in Michigan, Kalifornien und Pennsylvania. Gouverneur Bush gewinnt unter anderem in Gores Heimatstaat Tennessee, in Präsident Clintons Heimatstaat Arkansas sowie in seinem eigenen Staat Texas.

Nach Auszählung von zwei Drittel aller Stimmen entfallen 49 Prozent auf Bush und 48 Prozent auf Gore. Nach dem amerikanischen Wahlrecht entscheidet aber allein die Summe der Ergebnisse in den Einzelstaaten über den Einzug ins Weisse Haus.

Senat: Hillary Clinton in New York gewählt

Die Republikaner werden auch in den nächsten zwei Jahren die beiden Kammern des Kongresses dominieren. Die Demokraten schafften weder im Repräsentantenhaus noch im Senat die Wende. Dies gemäss Berechnungen verschiedener Nachrichtensender.

Bei der Senatswahl jubelten die Demokraten vor allem über den Sieg von Hillary Clinton in New York, die als erste Frau eines US-Präsidenten eine eigene politische Laufbahn im Kongress startet. Die «First Lady» schlug nach vorläufigen Ergebnissen den republikanischen Kandidaten Rick Lazio mit deutlicher Mehrheit. Der Entscheidung ging der längste und teuerste Wahlkampf in der Geschichte von New York voraus.

Die Wahlbeteiligung war nach ersten Berichten in allen US-Staaten etwas höher als erwartet – vor vier Jahren hatten nur 49 Prozent der Bürger von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht; dies war die niedrigste Beteiligung seit 1924. Wahlberechtigt waren rund 206 Mio. Amerikaner. Der neue Präsident tritt sein Amt am 20. Januar an.

swissinfo und Agenturen

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