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Schweizer Rettungskette: Wunder in Indien

Die Schweizer Retter haben die Hoffnung nicht aufgegeben.

(Keystone)

Eine achte Überlebende haben die Schweizer Rettungskräfte zusammen mit indischen Helfern in der Nacht auf Mittwoch (31.01.) aus den Trümmern in Ahmedabad geborgen - dies fünf Tage nach dem verheerenden Erdbeben im indischen Bundesstaat Gujarat.

Dies grenze an ein Wunder, erklärte der Sprecher der Rettungskette, Fred Lauener, gegenüber swissinfo. Man könne sich kaum vorstellen, dass jemand nach fünf Tagen ohne Wasser und Nahrung in Trümmern überleben könne, meinte Lauener weiter.

Der 42jährigen Frau mussten die Beine amputiert werden. "Sie befindet sich psychisch in einem stabilen Zustand und wird am Leben bleiben", fügte er hinzu.

Schweizer Rettungsequipe kommt nach Hause

Die Schweizer Rettungsequipe beendet am Donnerstag ihren Einsatz im Katastrophengebiet. 50 der insgesamt 52 Helferinnen und Helfer reisen in die Schweiz zurück. Zwei Personen bleiben für eine weitere Woche vor Ort. Es handelt sich dabei um Mitarbeiter der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) sowie des zur DEZA gehörenden Schweizerischen Katastrophenhilfekorps (SKH).

"Das Schwierigste während des Einsatzes war, dass man rechtzeitig zu Überlebenden vorstossen konnte, und dass dadurch auch die eigenen Leute nicht in Gefahr gebracht wurden", sagte Lauener.

Am Freitag wird zudem ein Bau-Experte des SKH die Schweiz Richtung Indien verlassen, um vorerst für zwei Monate im Katastrophengebiet die Nothilfe der Schweiz gemeinsam mit dem Koordinationsbüro der DEZA in Neu Delhi umzusetzen.

Erschütternde Bilanz

Die indische Regierung befürchtet, dass die Zahl der Todesopfer auf 100'000 steigen könnte. Rund 300'000 Erdbebenopfern müsse jetzt geholfen werden, betonte Lauener. "Jetzt ist es wichtig, dass man den Betroffenen in ihrem Schock beisteht", sagte er. Nahrungsmittel, Medikamente und sauberes Trinkwasser werde in erster Linie benötigt.

Alina Kunz Popper


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