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Schweizer UMTS-Lizenzen werden am Mittwoch versteigert

Swisscom, Orange und Diax (mit Sunrise) . Dazu die spanische Telefonica. Vier Bieter für vier Schweizer UMTS-Lizenzen! Keystone

Die Schweizer UMTS-Mobilfunklizenzen werden am kommenden Mittwoch doch noch versteigert. Die Auktion war am 13. November abgesagt worden, nachdem durch die Fusion von zwei Bietern nur noch vier Bewerber für vier Lizenzen übrig geblieben waren.

Dieser Inhalt wurde am 30. November 2000 - 17:03 publiziert

Die Eidgenössische Kommunikations-Kommission (ComCom) sei nun zu dem Schluss gekommen, dass keine Beweise für unzulässige Absprachen vorlägen und die Fusion der Telekommunikations-Firmen Sunrise und diAx den Wettbewerb auf dem künftigen UMTS-Markt nicht behindere, erklärte die ComCom am Donnerstag (30.11.) in Bern. Die Auktion könne deshalb nach unveränderten Spielregeln stattfinden. Am 13. November erklärte die ComCom, sie müsse über neue Spielreglen nachdenken. Die Auktion wurde deswegen damals abgesagt.

Nach der geplatzten Versteigerung der Schweizer Lizenzen hatten die Bewerber Swisscom, Orange, Telefonica und diAx erklärt, sie forderten weiterhin die Vergabe der Lizenzen nach dem vorgesehenen Muster.

Kurze Sache

ComCom-Präsident Fulvio Caccia rechnet damit, dass die Auktion am kommenden Mittwoch rasch über die Bühne gehen wird. Die ersten zwei Lizenzen dürften
für den Mindestpreis von 50 Mio. Franken über den Tisch gehen. Die dritte und vierte Lizenz, die leichte Unterschiede zu den ersten zwei Konzessionen aufwiesen, dürften 60 bis 70 Mio. Franken einbringen.

Bieter sind zufrieden

Swisscom und Orange zeigten sich befriedigt über den ComCom-Entscheid. Es sei nur logisch, die Auktion nach unveränderten Spielregeln durchzuführen, sagte Swisscom-Sprecher Christian Neuhaus.

Man habe den Entscheid in dieser Form erwartet, sagte Therese Wenger, Sprecherin von Orange. diAx wollte sich nicht äussern. Die spanische Telefonica hatte bereits früher verlauten lassen, sie verlange eine Auktion nach unveränderten Regeln.

Zähneknirschender Leuenberger

Es wird also nicht "das grosse Geld" (man erwartete Milliarden) in die Bundeskasse fliessen. Deshalb hat (mit einigem Zähneknirschen) der zuständige Departements-Vorsteher, Bundesrat Moritz Leuenberger, den ComCom-Entscheid zur Kenntnis genommen.

Sein Departement hat abklären lassen, welche rechtlichen Möglichkeiten der Bund gegenüber dem ComCom hätte und welche Massnahmen denkbar wären, damit die Eidgenossenschaft auf akzeptable Einnahmen aus der UMTS-Auktion käme.

Es wäre rechtlich möglich gewesen, den Mindestansatz für eine UMTS-Lizenz von 50 Mio. auf 250 Mio. Franken heraufzusetzen. Eine solche Erhöhung hat das Departement Leuenberger dem ComCom auch empfohlen. Bundesrat Leuenberger akzeptiere jedoch den Entscheid des ComCom, weil er dessen Unabhängigkeit respektiere.

swissinfo und Agenturen

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