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Sieben Taucher am Meeresboden in Druckkammer gefangen

(Keystone-SDA) Nach dem Untergang eines Tauchschiffs vor der iranischen Küste waren sieben Menschen in der Druckkammer an Bord gefangen. Rettern gelang es laut Medienberichten zwar, die Druckkammer zu bergen. Die Taucher hatten darin aber nicht überlebt.

Das berichtete die Nachrichtenagentur FARS am Samstag unter Berufung auf nicht näher bezeichnete Quellen. Eine amtliche Bestätigung gab es dafür zunächst nicht.

Die Retter lösten die Druckkammer mit Spezialsägen vom gesunkenen Schiff und brachten sie an Land. Ein Offizieller sagte gegenüber FARS, dass das Risiko zu gross sei, die Druckkammer unter Wasser zu öffnen.

Die Vermissten hatten in der Druckkammer Sauerstoff für 48 Stunden. Die Retter hatten deshalb zunächst Hoffnungen, dass sie die sieben indischen Taucher noch lebend bergen könnten. Sieben weitere Taucher waren zuvor schon gestorben.

Untergang in stürmischer See

Das Tauchschiff «Kousha» war zu Wartungsarbeiten an einer Pipeline unterwegs und am Donnerstag gesunken. An Bord waren iranische, indische und ukrainische Taucher, die vor der südiranischen Küste im Persischen Golf am Meeresboden Pipelines überprüft hatten. Damit sie zwischen den Tauchgängen durch die Dekompression nicht so viel Zeit verlieren verbringen Taucher die Pausen an der Oberfläche in Druckkammern.

Insgesamt waren 73 Menschen an Bord. Die meisten konnten gerettet werden, als das Schiff sank. Das Boot ging in stürmischer See unter, die genaue Ursache des Unglücks war aber noch unklar.

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