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Siemens Schweiz mit zweistelligen Zuwachsraten

Die Siemens Schweiz AG ist im Geschäftsjahr 1998/99 kräftig gewachsen. Auftragseingang, Umsatz und Gewinn verzeichneten zweistellige Wachstumsraten. Positiv habe sich vor allem die Liberalisierung im Bereich Telekommunikation ausgewirkt.

Dieser Inhalt wurde am 11. Januar 2000 - 16:30 publiziert

Die Siemens Schweiz AG ist im Geschäftsjahr 1998/99 kräftig gewachsen. Auftragseingang, Umsatz und Gewinn verzeichneten zweistellige Wachstumsraten, wie das Unternehmen am Dienstag (11.01.) mitteilte. Positiv habe sich vor allem die Liberalisierung im Bereich Telekommunikation ausgewirkt.

Die Schweizer Tochter des deutschen Siemens-Konzerns erzielte im vergangenen, am 30. September zu Ende gegangenen Geschäftsjahr 1998/99 einen Reingewinn von 58,5 Millionen Franken, 18,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Auftragseingang stieg um 17,3 Prozent auf 1,780 Milliarden Franken, der Umsatz um 11,2 Prozent auf 1,681 Milliarden Franken. Grund für das markante Wachstum sei die fortschreitende Liberalisierung im Bereich Telekommunikation, hiess es an der Bilanzpressekonferenz in Zürich (Bild: Konzernchef Peter Grueschow).

Siemens Schweiz habe die gute Ausgangslage nutzen und Marktanteile hinzugewinnen können. In den Geschäftsgebieten des neu gebildeten Arbeitsgebiets Information und Kommunikation verzeichnete das Unternehmen beim Auftragseingang im Durchschnitt ein Plus von 13 Prozent.

Für internationales Aufsehen sorgte Siemens Schweiz im vergangenen Geschäftsjahr mit der Eigenentwicklung I-Gate, einem System zur drahtlosen Vernetzung von PCs bei gleichzeitigem Internetzugang. Die Markteinführung des Systems verlaufe viel versprechend.

Dank zwei Grossaufträgen schnellte der Auftragseingang im Arbeitsgebiet Verkehr um 93 Prozent in die Höhe. Für die Basler Verkehrsbetriebe wird Siemens 28 Niederflurtrams des Typs Combino im Wert von knapp 100 Millionen Franken liefern. Zudem tritt Siemens als Generalunternehmer beim Bau einer Bahnverbindung zwischen der malaiischen Hauptstadt Kuala Lumpur und dem neuen internationalen Flughafen auf.

Im Schweizer Energiemarkt habe sich die bevorstehende Liberalisierung negativ auf das Investitionsverhalten ausgewirkt. Trotzdem seien die Planzahlen erreicht worden. Übertroffen wurden die Vorgaben trotz eines starken Preiszerfalls bei den Bauelementen.

Insgesamt generierte der Siemens-Konzern in der Schweiz im vergangenen Geschäftsjahr einen Auftragseingang in der Höhe von 2,598 Milliarden Franken. Darin enthalten sind unter anderem die direkt dem Konzern unterstellten Geschäfte im Bereich Building Technologies der früheren Elektrowatt.

Im laufenden Geschäftsjahr erwartet Siemens Schweiz ein positives Wirtschaftswachstum. Entsprechend sollten die Zahlen bezüglich Auftragseingang und Umsatz wieder erreicht werden, wobei die im Geschäftsjahr 1998/99 wirksam gewordenen Grossaufträge mit anderen Aktivitäten kompensiert werden müssen, hiess es. Siemens Schweiz beschäftigt 3.935 Leute, knapp fünf Prozent mehr als im Vorjahr.

Wie berichtet erwirtschaftete der Siemens-Konzern im vergangenen Geschäftsjahr einen um 37 Prozent gesteigerten Gewinn nach Steuern von 3,648 Milliarden Mark (rund 2,9 Milliarden Franken) und einen um 14 Prozent höheren Umsatz von 134 Milliarden Mark (rund 107 Milliarden Franken).

SRI und Agenturen

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