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Sonnenaufgang für Schweizer Tourismus

Bundespräsident Pascal Couchepin und der chinesischen Staatschef Hu Jintao.

(Keystone)

Künftig können chinesische Touristen einfacher in die Schweiz einreisen. Ein Erfog für Bundespräsident Pacal Couchepin.

Die chinesischen Behörden billigen Bern den lang ersehnten Status "Offizielle Destination" zu.

Beijing lockert die Reisebedingungen in die Schweiz für chinesische Touristen: Die chinesischen Behörden gaben am Donnerstag bekannt, dass sie Bern das seit längerer Zeit ersehnte Statut «Offizielle Destination» zubilligen.

Das Statut (Approved Destination Status, ADS) wird die von Beijing angewendeten Regelungen lockern. Konkret: Chinesische Touristen müssen nicht mehr eine Einladung vorweisen, bevor sie die nötigen Genehmigungen für eine Reise in die Schweiz bekommen. Für die Schweizer Reisebüros bedeutet dies eine Vereinfachung ihrer Geschäfte in China.

Positive Aussichten

Vor der Bekanntgabe hatten Gespräche zwischen Bundespräsident Pascal Couchepin und dem chinesischen Staatschef Hu Jintao im Nationalen Volkskongress im Herzen Beijings stattgefunden.

Couchepin bezeichnete die Entscheidung Chinas als «positive Aussichten» für die Schweiz, insbesondere für die Hotellerie. Das Statut wird im Januar von dem Schweizer Botschafter in China, Dominique Dreyer, amtlich bestätigt.

Nach Angaben von Schweiz Tourismus verbrachten chinesische Staatsbürger im vergangenen Jahr 120 000 Nächte in Schweizer Hotels. Mit dem ADS-Statut könnten es bis 2006 300 000 Nächte, bis 2015 gar eine Million Nächte sein.

Das Tourismus-Statut gehörte zu den obersten Prioritäten der bilateralen Gespräche. Ohne den Besuch Couchepins wäre dieses Abkommen nicht so schnell zu Stande gekommen, hiess es in Kreisen der Delegation.

Reform des Strafrechts

Bei dem rund einstündigen Gespräch zwischen Couchepin und Hu wurde auch festgehalten, dass die Schweiz und China ihren Dialog in Bezug auf die Menschenrechte fortsetzen. Couchepin schlug eine Reform des chinesischen Strafrechts vor, wie Couchepins diplomatischer Berater Nicolas Bideau sagte.

Zudem habe der Bundespräsident die Zusammenarbeit bei der Ausbildung von Gefängniswärtern erwähnt. Im Dezember würden zwei Direktoren von Schweizer Haftanstalten nach China reisen, sagte Bideau weiter.

Auf internationaler Ebene sei der Nahost-Konflikt zur Sprache gekommen. Couchepin nutzte die Gelegenheit, um die von der Schweiz unterstützte Genfer Inititative vorzustellen. Laut Bideau äussert sich Hu dazu aber nicht.

Freundlich Atmosphäre

Das Gespräch fand in einer «freundlichen Atmosphäre» statt. Hu erinnerte an die Besuche von Aussenministerin Micheline Calmy-Rey und Verteidigungsminister Samuel Schmid zu Beginn des Jahres.

In einer Grussbotschaft zu seinem Besuch wies Couchepin darauf hin, dass beide Länder seit mehr als 50 Jahren diplomatische Beziehungen pflegten.

In der Tageszeitung «China Daily» wurde Couchepins Besuch auf drei Seiten abgehandelt. In der Schweizer Grussbotschaft hiess es, «ein starkes, prosperierendes China, das seine Verantwortung im internationalen politischen Rahmen wahrnimmt, ist aus unserer Sicht ein wichtiger Stützfeiler für Frieden und Stabilität in der Welt».

swissinfo und Agenturen


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