Stadt Winterthur will ehemalige Kehrichtdeponie sanieren
(Keystone-SDA) Aus einer ehemaligen Kehrichtdeponie in Winterthur Dättnau treten seit Jahren Methangas und Kohlendioxid aus. Die Gase werden sogar in nahegelegenen Häusern gemessen. Nun will die Stadt das Areal sanieren. Bis März 2012 soll klar sein, wie das erfolgen soll.
In der ehemaligen Tongrube im Dättnauertal wurden zwischen 1947 und 1959 tonnenweise Siedlungsabfälle abgelagert. Weil es noch keine Kehrichtverbrennungsanlagen gab, war diese Art der Entsorgung im Kanton Zürich bis 1960 üblich.
Damit die Deponie nicht zum Himmel stank, wurden die Abfälle laufend mit mineralischen Bauabfällen und Aushubmaterial überdeckt. Diese hemmten zwar den Gestank, hatten aber den unerwünschten Effekt, dass die Abfälle nicht mehr gut abgebaut wurden.
Für Bewohner «keine unmittelbare Gefahr»
Wie die Stadt Winterthur am Mittwoch mitteilte, dringen aus der Deponie noch heute Methan und Kohlendioxid an die Oberfläche. Untersuchungen haben ergeben, dass die Deponiegase sogar in umliegenden Häusern zu messen sind. Vor allem die Keller sind belastet.
Für die Bewohnerinnen und Bewohner besteht laut den Behörden zwar «keine unmittelbare Gefahr». Dennoch will die Stadt die Deponie nun sanieren. In den kommenden Monaten werden verschiedene Sanierungsmethoden auf ihre Eignung geprüft. Welche realisiert wird, will die Stadt im März 2012 kommunizieren.
Der Kanton Zürich hatte einen Teil des Areals im Westen Winterthurs bereits im Mai 2004 als «untersuchungsbedürftigen, belasteten Ablagerungsstandort» eingestuft.