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Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Den Kanton Tessin beschäftigt immer noch das knappe Wahlresultat der Ständeratswahl. Wegen fehlender Stimmen der Auslandschweizer-Community. Und in Sri Lanka wurde eine Mitarbeiterin der Schweizer Botschaft entführt – und nach zwei Stunden wieder freigelassen.

Herzliche Grüsse aus Bern

sda-ats

Die Ständeratswahl im Kanton Tessin muss möglicherweise wiederholt werden. Dies fordert ein Anwalt. Er sagt, viele Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer hätten die Unterlagen zu spät erhalten.

46 Stimmen machten den Unterschied. So knapp fällt kaum jemals eine Wahl aus. Im Kanton Tessin wurde der Christlichdemokratische Ständerat Filippo Lombardi, Vizepräsident der Auslandschweizer-Organisation, im zweiten Wahlgang deshalb kalt erwischt und abgewählt.

Einige im Ausland lebende Tessiner beschwerten sich, dass sie ihre Stimmzettel erst zwei Tage vor der Wahl erhalten hätten, obwohl das Gesetz zehn Tage vorsieht. Das Verwaltungsgericht Tessin bestätigte, die Beschwerde eines Anwalts erhalten zu haben. Der Entscheid darüber liegt nun bei der Kantonsregierung. Sie hat bis Freitag Zeit dafür.

Erinnert sei dabei an einen ähnlichen, wenn auch nicht so knappen Fall im Kanton Bern von 2011. Das dortige Verwaltungsgericht hatte entschieden, dass «Auslandschweizer mit Stimmrecht im Kanton Bern die Einschränkung dieses Rechts akzeptieren müssen». In letzter Instanz hatte das Bundesgericht festgestellt, dass es keine «grössere Unregelmässigkeit» gegeben habe und das Ergebnis gültig sei.

sda-ats

Eine Angestellte der Schweizer Botschaft in Sri Lanka wurde in ein Auto gezerrt. Die Entführer wollten Informationen von ihr. Nach zwei Stunden liessen sie die Frau wieder frei.

Anscheinend verlangten ihre Entführer Informationen über einen sri-lankischen Spitzenbeamten. Dieser war nach der Machtübernahme des Präsidenten Gotabaya Rajapaksa in die Schweiz geflüchtet, wie die Neue Zürcher Zeitung am Mittwoch berichtete. Er habe Untersuchungen gegen die Präsidentenfamilie geleitet und Todesdrohungen erhalten.

Die Schweiz reagierte umgehend und bezeichnete den Zwischenfall als «sehr gravierenden und nicht akzeptablen Angriff». Das Aussendepartement fordert eine rasche und lückenlose Aufklärung der Entführung. Zudem zitierte es den sri-lankischen Botschafter in Bern zu einem Gespräch.

sda-ats

Bestellen Sie, wenn Sie in der Schweiz sind, oft Schnitzel mit Pommes? Oder Rösti? Ein in der EU verbotenes Herbizid wird in der Schweiz bei Kartoffeln weiterhin eingesetzt.

«Jahrzehntelang war es das Lieblingspestizid der Branche», heisst es im Bericht der Rundschau von Fernsehen SRF. Damit kann verhindert werden, dass die Kartoffeln während der Lagerung keimen.

Seit diesem Sommer nun ist Chlorpropham (CIPC), wie der Wirkstoff heisst, in der Europäischen Union verboten. Die EU habe «mit der Nahrungsaufnahme verbundene akute und chronische Risiken festgestellt», schreibt SRF News. Es gebe hinreichende Belege, dass das Herbizid wahrscheinlich krebserregend sei.

In der Schweiz soll Chlorpropham nächstes Jahr auf die so genannte «Re-Evaluierungs-Liste» genommen werden, wie das Bundesamt für Landwirtschaft gegenüber SRF schreibt. Umweltverbände verstehen das Verhalten des Bundesamts nicht und zeigen sich empört. Denn sogar der Schweizer Kartoffelverband befürwortet, dass CIPC vom Markt genommen wird.

Keystone

Seit vielen Jahren bröckelt der Berg. Direkt hinter einem Dörfchen im Kanton Graubünden. Es liegt auf einer Art Scholle, die sich immer rascher Richtung Tal bewegt. Nun müssen die Anwohner möglicherweise umziehen – es wäre eine Schweizer Premiere.

Das Dörfchen Brienz/Brinzauls, das heute zur Gemeinde Albula gehört, liegt auf einer natürlichen Terrasse hoch über dem Tal. Eine tolle Lage, die aber hochgradig gefährdet ist. Denn gleich hinter dem Dorf zeigt der Berg eine grosse Narbe. «Eine Frage wird immer drängender: Hat das Dorf hier eine Zukunft?«, fragt Watson.ch.

Seit 2017 dürfen im Dorf keine neuen Häuser mehr gebaut werden, der Berg wird streng überwacht. Er bewegt sich mehrmals täglich – dann schaltet eine Ampel an der Zufahrtsstrasse auf Rot.

Nun überlegen sich die Behörden unter anderem ein Szenario, das in der Schweiz noch nie durchgespielt werden musste: die Umsiedelung eines ganzen Dorfes. Laut Watson.ch erhalten die Bewohnerinnen und Bewohner von Brienz in diesen Tagen einen Fragebogen, auf dem sie etwa angeben müssen, wie und wo sie sich ihren neuen Wohnort vorstellen.

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