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Canyon

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Ein Canyoning-Unglück im Kanton St. Gallen fordert mindestens drei Tote, eine Person wird noch vermisst. Die spanischen Touristen waren privat unterwegs. Was denken Sie über gefährliche Freizeitaktivitäten?

Herzliche Grüsse

Feuerwehr
Keystone / Gian Ehrenzeller

Bei einem Canyoning-Unglück im Calfeisental im Kanton St. Gallen sind mindestens drei Personen ums Leben gekommen. Eine weitere Person gilt als vermisst. Die spanischen Touristen waren privat unterwegs und wurden von einem Unwetter überrascht.

Nach einem heftigen Gewitter wurden vier Männer als vermisst gemeldet, schreibt die St. Galler Kantonspolizei. Drei Männer seien in der Nacht tot aufgefunden worden, ein vierter Mann werde noch vermisst.

Das Gewitter war von den Wetterdiensten vorhersgesagt worden. Und der Canyon im Parlitobel ist bekannt dafür, dass Niederschläge sich stark auswirken. Das bestätigte der Präsident des Verkehrsvereins von Vättis gegenüber dem Tagesanzeiger. Die Spanier waren ohne Guide in der Schlucht unterwegs.

Das schwerste Canyoning-Unglück in der Schweiz ereignete sich am 27. Juli 1999 im Berner Oberland. Damals kamen in einem Hochwasser 21 junge Menschen ums Leben, die sich auf einer geführten Canyoning-Tour befunden hatten.

Schweine
Keystone / Melanie Duchene

Der Bundesrat lehnt die Massentierhaltungs-Initiative ab, schlägt als Gegenvorschlag aber die Verankerung des Tierwohls in der Verfassung vor. Importe kann er aber wegen internationaler Abkommen nicht regeln.

Die Massentierhaltungs-Initiative verlangt, dass die landwirtschaftliche Tierhaltung in der ganzen Schweiz mindestens den Richtlinien von Biosuisse entspricht – auch bei Importen. Die industrielle Haltung von Nutztieren würde damit abgeschafft.

So weit will der Bundesrat nicht gehen. Die Anwendung der Biosuisse-Standards auf Importe sei unvereinbar mit internationalen Handelsabkommen. Aber er hat am Mittwoch einen direkten Gegenentwurf in die Vernehmlassung geschickt, der relativ weit geht.

Das Wohlergehen aller Tiere (nicht nur der Nutztiere) soll in der Verfassung verankert werden. Vorgesehen sind eine tierfreundliche Unterbringung, regelmässiger Auslauf und schonende Schlachtung. Abgestimmt wird voraussichtlich 2022 oder 2023.

Bild von Nonnen
Landesmuseum Zurich

Das Mittelalter war eine harte Zeit für Frauen. Ein Film meiner Kollegin Julie Hunt zeigt eindrücklich, wie Klöster für Frauen im Mittelalter häufig die einzige Chance auf Bildung, Macht und Eigenständigkeit boten.

Eine Ausstellung im Schweizerischen Landesmuseum in Zürich zeigt, wie Nonnen im Mittelalter lebten und welche Möglichkeiten sich ihnen boten. Wir haben die Ausstellung besucht.

Viele Nonnen zeichneten sich als Illustratorinnen, Tapisseristinnen, Musikerinnen, Gärtnerinnen und Köchinnen aus. Einige schrieben Tagebücher und Texte, die bis heute überlebten. Sie geben interessante Einblicke in die Art und Weise, wie sie lebten und dachten.

Das höchste Amt war jenes der Äbtissin, Priorin oder Meisterin. Die Führung eines Klosters war anspruchsvoll, verlangte diplomatisches Geschick und eine hohe Bildung. Religiöse Zentren hatten oft enge Verbindungen zu Politik und Wirtschaft und prägten das weltliche Geschehen mit.

  • Das Video können Sie sich auf swissinfo.ch ansehen.
  • Aus unserem Archiv: Eine Galerie über das heutige Leben von Nonnen in einem Schweizer Kloster.
  • Nicht nur im Mittelalter, auch heue halten sich Klischees über das angeblich schwächere, schutzbedürftige und friedvollere Geschlecht, wie die RepublikExterner Link heute berichtet (Paywall).
  • Interessiert? Hier finden Sie mehr Informationen zur AusstellungExterner Link.
Demonstrierende vor Gefängnis
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In der weissrussischen Hauptstadt Minsk ist ein Schweizer bei Protesten nach der mutmasslich gefälschten Präsidentenwahl verhaftet worden. Das Schweizerische Aussendepartement (EDA) in Bern verfolgt den Fall mit hoher Dringlichkeit.

Laut dem Westschweizer Radio und Fernsehen RTS handelt es sich dabei um einen 21-jährigen Schwinger aus dem Wallis. Die Hauptstadt Minsk gilt als weltweite Ringer-Hochburg. Der Vater habe den Sohn auf einem Video identifizieren können, das ein russischer Journalist und Zellengenosse im Gefängnis erstellen konnte.

SRF-Korrespondentin Luzia Tschirky konnte mit diesem Zellennachbarn sprechen. Im Interview sagte Anton Starkow, der Schweizer sei einfach zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen. Die Haftbedingungen seien prekär, im Unterschied zu den weissrussischen Gefangenen würden Ausländer aber wenigstens nicht geschlagen.

Weil die Zellen so überfüllt sind, gelang es Starkow, sein Handy unbemerkt auf sich zu behalten. So konnte er seine Redaktion in Russland kontaktieren, die ihn mit Hilfe des Konsulats freibekam. So weit ist das EDA noch nicht, aber es steht in Kontakt mit den weissrussischen Behörden.

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