Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Auch bei Kampfjets wollen wir Qualität. Aber wieso sind die Flieger anderswo meist viel billiger? An dieser Frage hat sich unsere Data-Journalistin Pauline Turuban fast die Zähne ausgebissen.
Beste Grüsse
Hochpreisinsel Schweiz: Das gilt auch für Kampfjets der Schweizer Luftwaffe.
Diese braucht neues Gerät. Ende September stimmen wir über einen Kredit von sechs Milliarden Franken ab. Welcher Flieger die F/A-18 ersetzen wird, das sollen dann die Profis der Armee entscheiden.
Sie sind auch Profis im Geldausgeben. Denn von wenigen Ausnahmen abgesehen scheint ihnen nur das Beste gut genug zu sein.
Eine Ausnahme war in den 1980er-Jahren der F-5 Tiger. Aber auch mit dem «VW der Lüfte» flog man preislich in der höchsten Liga: Wie meine Kollegin Pauline Turuban herausfand, kauften die Schweiz und Finnland beim Hersteller Northrop für etwa denselben Betrag ein. Doch die Nordländer erhielten dafür rund doppelt so viele Flugzeuge.
- Kampfjets: Schweiz zahlt oft mehr als andere Länder – die Recherche von Pauline.
- Die direkte Demokratie fliegt in jedem Schweizer Kampfjet mit – mein Bericht über die Demokratisierung der Schweizer Sicherheitspolitik.
- Abstimmung: Soll die Schweiz neue Kampfjets kaufen? – unser Dossier zur Abstimmung vom 27. September.
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Bis zu 90 Stunden pro Woche Schuften für den russischen Oligarchen – zum Tieflohn. So erging es Sans Papiers in Genf.
Für seine grossräumige 20-Mio.-Villa am Genfersee samt Park orderte Ölmagnat Rishat Safin Personal aus seiner Heimat. Auf dem weiträumigen Anwesen führten er und seine Mutter das Szepter.
Wer aufmuckte, dem wurde der Pass abgenommen. Und es ging in die Heimat zurück. Von den Praktiken erhielt schliesslich die Gewerkschaft Wind.
Genfer Behörden eröffneten eine Untersuchung. Safin wurde diesen Sommer verurteilt – zur Zahlung von 270’000 Franken. Doch der reiche Russe lebt jetzt in Zypern. Und ist neu auch Staatsbürger der Insel.
- Russischer Millionär liess Sans Papiers seine Genfer Villa putzen – die Recherche von Gotham City.
- Coronavirus bringt «Sans-Papiers» in der Schweiz in prekäre Lage – Bericht meiner Kollegin Patricia Islas vom Mai.
- Hunderte Sans-Papiers erhalten AufenthaltspapiereExterner Link – Beitrag von SRF News.
Das Sommermärchen, das keines war – die dunklen Wolken über der Fussballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland bleiben.
Es scheint fast ein Fifa-Standard zu sein: Bei der Vergabe der WM 2006 an Deutschland soll auch Korruption im Spiel gewesen sein.
Die Wolken verdecken auch den Himmel über der Schweiz. Denn die Schweizerische Bundesanwaltschaft, die ein Verfahren eingeleitet hatte, liess die drei verdächtigen deutschen Funktionäre davonkommen: Ende April war das Verfahren verjährt – Happy End für die Angeschuldigten.
Daran soll nicht nur der soeben zurückgetretene Bundesanwalt Lauber schuld sein, sondern auch das Bundesstrafgericht unter Leiterin Sylvia Frei, wie der Tages-Anzeiger heute meldet.
- Wer den Prestigefall verbockt hatExterner Link – Beitrag der Zeitung aus Zürich (Paywall).
- Bundesanwalt Lauber tritt auf Ende Januar 2021 zurück – unser Bericht zum Abgang in Unehren des höchsten Ermittlers der Schweiz.
- Wie der Schweizer Bundesanwalt an der Fifa scheiterte – Bericht meiner Kollegin Marie Vuilleumier.
- Ex-Fifa-Präsident Blatter musste zur Anhörung bei der Bundesanwaltschaft antrabenExterner Link – passend zum Thema eine Aktualität des Tages aus der Aargauer Zeitung.
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Schöne, saubere Schweiz: Schön wärs. Die Belastung des Trinkwassers mit Pestiziden und Fungiziden erfordert teure Massnahmen.
Unser Wasser ab dem Hahn ist ein grosser Stolz im Wasserschloss Schweiz. Dünger und Pflanzenschutzmittel belasten aber die Qualität. Neu bereitet Chlorothalonil Sorgen.
Das Fungizid ist seit Anfang Jahr verboten, weil es als krebserregend gilt. Aber vielerorts wird der Grenzwert überschritten. Davon sind laut Experten eine Million Menschen betroffen.
Manche Gemeinde muss nun neue Quellen anzapfen. Doch Wasser von weither kostet Geld. Am Ende drohen den Konsumentinnen und Konsumenten höhere Wassergebühren.
- In der Schweiz haben eine Million Menschen Pestizidrückstände in ihrem TrinkwasserExterner Link – Artikel von Tagblatt.ch.
- Teurer Kampf gegen Chlorothalonil im TrinkwasserExterner Link – so berichtet SRF News über die Trinkwasser-Trübung.
- Die Schweiz, das Wasserschloss Europas – wie lange noch? – Beitrag unseres Klima-Spezialisten Luigi Jorio.
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