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Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer

Heute geht es um Karrierewege: Käser werden Impfstoff-Produzenten, Journalistinnen Bundesrats-Sprecherinnen und Frauen allgemein kaum Chefin eines Eishockey-Clubs.

Liebe Grüsse aus dem Homeoffice

Herzliche Grüsse aus Bern

Keystone / Olivier Maire

Lonza will die Produktion von Covid-19-Impfstoff im Wallis verdoppeln – und wirbt Käseherstellern Fachkräfte ab.

Das US-Unternehmen Moderna, wichtiger Produzent von Covid-19-Imfpungen, hat mit Lieferschwierigkeiten zu kämpfen. Laut Moderna-Chef liegt ein Grund dafür im Personalengpass in Visp.

Im Oberwalliser Dorf stellt Lonza für Moderna den Hauptbestandteil des Impfstoffs her. Nun will Moderna in Visp und in Produktionsstandorten in Spanien, Belgien, Frankreich und den USA kräftig aufstocken.

Um dem Fächkräftemangel entgegenzuwirken, stellt der Bund eigenes Personal zur Verfügung. Lonza rekrutiert derweil Käserinnen und Käser. Die sind mit der Produktion unter Hygienebedingungen bestens vertraut.

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Philipp Meier

Können Sie sich aus dem Ausland fürs Impfen in der Schweiz registrieren?

Klappte es bei Ihrem Kanton oder können Sie eruieren, was das Problem ist?

17 Kommentare
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Keystone / Peter Klaunzer

Der Schweiz gehen die Journalistinnen und Journalisten aus.

Hätte ich besser auch auf eine Karriere als Käser gesetzt, anstatt für Sie das Briefing zu schreiben? Recherchen der Republik stimmen auf jeden Fall nicht gerade optimistisch für die Zukunft des Journalismus in der Schweiz.

Durchschnittlich jede Woche kehrt eine Journalistin oder ein Journalist der Branche den Rücken, rechnet das Onlinemedium vor. Die Gründe sind vielfältig: Spardruck, Sexismus, fehlende Perspektiven.

Während die erfahrenen Journalistinnen und Journalisten den Bettel schmeissen, gibt es immer weniger junge Menschen, die in den Journalismus einsteigen wollen. Ausnahmen wie ich bestätigen die Regel.

Keystone / Gian Ehrenzeller

Florence Schelling war die erste Eishockey-Sportchefin der Welt. Nach nur 12 Monaten muss sie wieder gehen.

Vor einem Jahr gelang dem SC Bern ein Coup, den sogar ich als Eishockey-Muffel mitbekam und der Wellen bis in die USA schlug: Der Club machte die ehemalige Weltklasse-Torhüterin Florence Schelling zur ersten Eishockey-Sportchefin der Welt.

Was für eine Schlagzeile! Doch nur knapp ein Jahr später die grosse Ernüchterung: Schelling muss gehen, ihr fehle es an Erfahrung und Fachkompetenz.

Steffi Buchli, Sportchefin der Blick-Gruppe, sah die Probleme schon länger köcheln. Man wollte sich fortschrittlich zeigen, ohne einen wirklichen Plan zu haben. «Man erwies Florence Schelling im Speziellen und der Frauenbewegung ganz generell einen zünftigen Bärendienst.»

Keystone

Knapp zwei Jahre nach dem Frauenstreik präsentiert der Bundesrat erstmals eine nationale Gleichstellungsstrategie – und erntet bereits Kritik.

In der Eishockey-Welt erlebte die Gleichstellung heute einen Dämpfer, doch in der Schweiz soll es damit endlich vorwärts gehen, wenn es nach dem Bundesrat geht.

Bis im Jahr 2030 soll die Gleichstellung der Geschlechter erreicht werden. Die Strategie des Bundes konzentriert sich auf vier Themen: das Erwerbsleben, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Gewaltprävention und Bekämpfung von Diskriminierung.

Von Links hagelt es Kritik: Das Papier sei «mutlos», enthält keine konkreten Massnahmen, und Geld will der Bundesrat schon gar nicht für das Anliegen in die Hand nehmen. Reichen gute Absichten, um in neun Jahren das in der Verfassung festgeschriebene Ziel der Gleichstellung zu erreichen?

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