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Restaurant in Muri, das in Verbindungen mit Aktivitäten der Mafia gebracht wird

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer

Die italienische Mafia gibt es nicht nur in Sizilien und in Hollywoodfilmen. Sie ist in der Schweiz weiter verbreitet und aktiver, als die Behörden sich lange eingestehen wollten.

Beste Grüsse aus dem Homeoffice

Aufnahme einer Überwachungskamera
Keystone

Die italienische Mafia ist auch in der Schweiz aktiv – und weiter verbreitet, als bisher angenommen.

Noch im Jahr 2014 sagte der damalige Bundesanwalt Michael Lauber: «Die Schweiz ist kein mafiöses Land». Doch in diesem Herbst gab der Bundesrat zu, die Präsenz und die Aktivitäten von Mafia-Organisationen in der Schweiz seien unterschätzt worden.

Die Mafia habe sich in der Schweiz schon lange ausgebreitet, bilanziert die Aargauer Zeitung. «Bei jedem Gramm Drogen, das in der Schweiz verkauft wird, hat die ‚Ndrangheta die Finger im Spiel«, ist der Tessiner Nationalrat Marco Romano überzeugt.

Er erwartet von Bund und Kantonen eine Offensive zur Bekämpfung der Mafia. Kritiker:innen bemängeln, die Schweiz verhalte sich zu passiv. Zudem hinke sie mit ihren Gesetzen hinterher.

Zuschauerinnen an einem Schwingfest in Unteriberg 2017
Keystone

Die Schwyzer Gemeinde Unteriberg schmetterte das Covid-Gesetz im Juni mit 88%-Nein stimmen ab und will das in der Abstimmung im November noch übertreffen.

Während die Stimmbevölkerung dem Covid-Gesetz im Juni schweizweit mit 60 Prozent zustimmte, erteilte Unteriberg der Vorlage mit 88 Prozent Nein-Stimmen eine deutliche Abfuhr. Bevor im November erneut über das überarbeitete Covid-Gesetz abgestimmt wird, hat sich die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) am Dorfmarkt umgehört.

Das Dorf mit 2400 Einwohner:innen gilt als konservativste Gemeinde der Schweiz. «Wir haben die Nase gestrichen voll von all den Massnahmen aus Bern», sagt eine Unteribergerin. Auch auf die Impfung haben die meisten im Dorf keine Lust und trinken zur Immunisierung lieber einen Schnaps.

Ein pensionierter (geimpfter) Sekundarlehrer in Unteriberg erklärt, dass Druck bei den Menschen in Unteriberg eine Trotzreaktion auslöse. Er hat deshalb eine kreative Lösung: Bundesrat Berset sollte die Impfung verbieten. «Dann wäre das Problem in Unteriberg gelöst.»

Promo-Bild für die Online-Debatte
swissinfo.ch

Wir erlauben uns nochmals einen Hinweis auf unser Streitgespräch zum Covid-Zertifikat, speziell für Sie als Auslandschweizer:in.

Wie gespalten ist die Schweiz? Wie wurden Auslandschweizer:innen dabei berücksichtigt? Wie gut ist ihre Pandemiebewältigung?

Unsere Kontroverse zum umstrittenen Schweizer Covid-Zertifikat findet morgen um 15.30 Schweizer Zeit auf swissinfo.ch statt. Wir freuen uns sehr, wenn Sie reinschauen.

Morgen diskutieren wir auf Deutsch. Bereits heute, just in dieser Minute (17 Uhr Schweizer Zeit), hat die französische Ausgabe der SWI Arena begonnen. Sie finden sie hier auf unserer französischsprachigen Seite.

Gerne nehmen wir morgen Ihre persönliche Frage in die Sendung. Sie können diese jetzt direkt an unseren Moderator Balz Rigendinger senden: balz.rigendinger@swissinfo.ch. Er wird Ihre Frage dann ins Streitgespräch einbringen.

Morgen diskutiert mit uns Elisabeth Schneider-Schneiter, langjähriges Mitglied im Auslandschweizer-Rat. Die profilierte Aussenpolitikerin präsidiert auch die Parlamentarische Gruppe Auslandschweizer.

  • Alle Informationen finden sie hier.
Toni Frisch
Ti-press

Bundesrat Ignazio Cassis reist heute in die Ukraine. Im Interview mit swissinfo.ch sagt alt Botschafter Toni Frisch, was Cassis bei diesem Besuch ansprechen soll.

Toni Frisch kennt die Ukraine wie kaum ein Zweiter in der Schweiz. Bis im Juni 2021 reiste er jahrelang als Koordinator der Arbeitsgruppe Humanitäre Fragen der OSZE zwischen Bern, Minsk und Kiew hin und her.

Heute reist Bundesrat und Aussenminister Ignazio Cassis nach Kiew, unter anderem zur Vorbereitung der Ukraine-Reformkonferenz 2022, die nächsten Sommer in Lugano stattfindet.

Im Interview mit meiner Kollegin Sibilla Bondolfi gibt Frisch dem Aussenminister einen Wunsch mit auf den Weg: Es sei vorgekommen, dass die Ukraine nach einem ausgehandelten Gefangenenaustausch die Separatisten zwar freigelassen, aber die Fälle nicht juristisch abgeschlossen habe. So konnten sie bei nächster Gelegenheit wieder verhaftet werden. «Es wäre wichtig, dass Bundesrat Cassis das bei seinem Besuch ansprechen könnte.»

UN Hauptsitz in New York
Keystone

Die Schweizerische Volkspartei (SVP) will die Schweizer Kandidatur für den UNO-Sicherheitsrat stoppen. Ihr Chef verpasst derweil einen Besuch am UNO-Hauptsitz.

Die Schweiz wird für den UNO-Sicherheitsrat kandidieren und voraussichtlich 2023 und 2024 Einsatz im Gremium nehmen – das sei so gut wie sicher, schreibt der Tagesanzeiger.

Einzig die SVP sträubt sich dagegen, denn sie sieht das Amt nicht vereinbar mit der Schweizer Neutralität. Um diese Bedenken aus dem Weg zu räumen und sich ein besseres Bild verschaffen zu können, reist diese Woche eine Delegation des Parlaments zum UNO-Hauptsitz in New York.

Doch ausgerechnet Marco Chiesa, Pateipräsident und Vertretung der SVP in der Delegation, fehlt – er hat den Flug in die USA verpasst. Weshalb, bleibt unklar: Chiesa habe die nötigen Dokumente dabei gehabt und sei pünktlich eine Stunde vor Abflug am Flughafen gewesen, verlautet die SVP-Sprecherin. Die amerikanische Fluggesellschaft habe ihn trotzdem nicht mitgenommen.

  • HierExterner Link geht es zum Artikel im Tagesanzeiger.
  • Die frühere Bundesrätin Micheline Calmy-Rey erklärte im Interview mit meinen Kolleg:nnen Sibilla Bondolfi und Dhif Kamel, weshalb sie einen Sitz im Sicherheitsrat mit der Neutralität der Schweiz für vereinbar hält.

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