Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
Stellen Sie sich vor, Sie schlittern zu Fuss über eine vereiste Landstrasse, da hält ein knallroter Mini und nimmt Sie mit. Als Sie dankbar in die Wärme des Kleinwagens klettern, lächelt Ihnen eine Bundesrätin entgegen. So ist es kürzlich zwei Frauen im Kanton Bern ergangen.
Herzliche Grüsse
Diese Nachricht geht um die Welt: Bundesrätin Simonetta Sommaruga nimmt in ihrem roten Mini Cooper zwei Autostopperinnen mit.
Die Umweltministerin postete auf ihrem Instagram-Kanal die Dankeskarte der Frauen. «Welch ein friedliches Land haben wir, wo eine Bundesrätin Autostopper mitnimmt», steht da.
Sommaruga selbst schilderte die Geschichte wie folgt: «Als ich kürzlich mit meinem Mini unterwegs war, waren am vereisten Strassenrand zwei Frauen unterwegs. Ich hielt an und nahm die beiden mit.» Eine der Autostopperinnen sei fast 90 Jahre alt.
«Ihr Schreiben berührt mich», so die SP-Bundesrätin weiter. «Ja, wir haben ein friedliches Land mit wunderbaren Menschen.» Zahlreiche ausländische Medien nahmen die rührselige Geschichte dankbar auf. Die Schweiz bleibt eben die Schweiz!
- Die Nachricht auf der neuseeländischen Plattform StuffExterner Link, bei AP NewsExterner Link und Taiwan NewsExterner Link.
- Auch SRFExterner Link, BlickExterner Link und 20 MinutenExterner Link berichteten.
- Die Agenturmeldung bei uns.
Die Schweiz und Europa – das ist ein schwieriges Kapitel. Die jüngsten Episoden in der Übersicht.
Bundespräsident Ignazio Cassis lanciert in der SonntagsZeitung einen Lösungsansatz für den Streit mit der Europäischen Union: Ein Paket Bilaterale III. Die Schweiz müsse den Druck der EU aushalten. «Wir können nicht einfach unsere Prinzipien aufgeben, den Lohnschutz und die Zuwanderung auf die leichte Schulter nehmen und so den sozialen Frieden aufs Spiel setzen.»
Laut Tages-Anzeiger verdankt die Schweiz ihre Souveränität und Neutralität nicht eigener Kraft, sondern einem europäischen Diplomaten. Das verzerrte Geschichtsbild äussere sich bis heute in der Debatte um das Rahmenabkommen, zitiert die Zeitung Alt Bundesrat Pascal Couchepin.
Derweil äusserte sich EU-Parlamentarierin Nathalie Loiseau in einem Interview abfällig über die Schweiz und bezeichnete sie als «dick und schlaff». Nach Intervention der Schweizer Botschaft in Paris hat sie sich entschuldigt. Beim Blick erfahren Sie zudem, warum derzeit auch die Linken in der Schweiz das gute Verhältnis zur EU aufs Spiel setzen.
- Das Interview mit Cassis in der SonntagsZeitungExterner Link (Paywall) und eine Zusammenfassung bei SRFExterner Link.
- Die Aargauer ZeitungExterner Link (Paywall), BlickExterner Link und 20 MinutenExterner Link berichten über die Schweiz-Beleidigungen der französischen EU-Parlamentarierin.
- Der BlickExterner Link berichtet darüber, wie die Linken mit dem Frontex-Referendum die Beziehungen zur EU aufs Spiel setzen.
- Der Tages-AnzeigerExterner Link erzählt von einem vergessenen europäischen Diplomaten, der die Schweiz rettete (Paywall).
Spitzensport, Ausbildung und berufliche Karriere unter einen Hut zu bringen, gilt als anspruchsvoll. Schweizer Ex-Sportler:innen aber haben höhere Bildungsabschlüsse und bessere berufliche Positionen als der Schweizer Durchschnitt.
Marcel Fischer, 43, gewann bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen die Goldmedaille im Degenfechten. Während seiner Sportkarriere studierte er Medizin. Nach dem Ende seiner Profikarriere wurde er Orthopäde.
Sergei Aschwanden, 46-jähriger Ex-Judoka, holte 2008 in Peking Olympia-Bronze. Er hat einen Master in Sportmanagement der Universität Lausanne und ist heute Mitglied des Waadtländer Kantonsrats in der Westschweiz.
Eine Studie zeigt: Von den 341 Schweizer Spitzensportler:innen, die zwischen 1988 und 2012 an den Olympischen Spielen teilgenommen haben, hat fast die Hälfte ein Studium absolviert. Das ist mehr als die Gesamtbevölkerung, wo diese Rate bei 29.6% liegt.
- Den ganzen Artikel lesen Sie auf swissinfo.ch.
- Die Live-Resultate von Peking 2022 finden Sie unter anderem bei SRFExterner Link.
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Ein Schweizer Paar wandert nach Georgien aus und kauft für 50’000 Franken ein Haus. Blick hat die beiden begleitet.
Gerold Schlegel (60) und Regina Bircher (51) haben ihre Zelte in der Schweiz abgebrochen. In Georgien wohnen sie zunächst im Camper, dann in einem Container. Denn das Haus, das sie zu einem Schnäppchenpreis gekauft haben, ist renovierungsbedürftig.
Dafür stehen auf dem riesigen Grundstück unter anderem Apfel-, Birnen- und Kastanienbäume, es wachsen Kiwi, Mandarinen und Pfirsiche. Die Gegend eignet sich zum Wandern. Das Schwarze Meer ist knapp eine Stunde entfernt, der Flughafen 20 Minuten.
Im Frühling werden Freunde aus der Schweiz anreisen, um beim Umbau des Hauses mitzuhelfen. «Wir wollen hier einen Begegnungsort zum Mitgestalten schaffen, mit Kulinarik und Kursen, und den kulturellen Austausch zwischen der Schweiz und Georgien fördern», so das Paar.
- ArtikelExterner Link und VideoExterner Link im Blick.
- In dieser Artikel-Serie haben wir einen Schweizer begleitet, der nach Nicaragua ausgewandert ist.
- Unsere Seite für Auslandschweizer:innen.
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