Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
Er hat lange geschwiegen, jetzt tritt er doch noch in Aktion: Tennis-Champion Roger Federer will ukrainischen Kindern helfen. Das ist eine starke Botschaft, die in der ganzen Welt ankommt. Und King Roger hat das Herz und das Geld dazu.
Friedliche und solidarische Grüsse
Er hat lange geschwiegen, jetzt tritt er doch noch in Aktion: Tennis-Champion Roger Federer will ukrainischen Kindern helfen.
Das ist eine späte, aber starke Botschaft des grössten Botschafters, den die Schweiz jemals hatte – sie wird in der ganzen Welt verstanden.
Der Schritt ist auch logisch: King Roger hat das Herz für Kinder – er ist vierfacher Vater. Und er hat das Geld dazu.
Federer hat seinen ehemaligen Kollegen kontaktiert: Sergej Stachowski. Der Ex-Tennisprofi kämpft jetzt in der ukrainischen Armee gegen die russischen Invasoren.
Das zeigt, dass Putins Angriffskrieg gegen die souveräne Ukraine die ganze Welt verändert, inklusive den Sport.
- Federer will ukrainischen Kindern helfenExterner Link – Bericht im Blick.
- Oligarchengelder in der Schweiz: Braucht es eine Taskforce?Externer Link – Beitrag von SRF News.
- Arbeitet er nun für Putins Liga? René Fasel bestätigt Russland-KontaktExterner Link – der Blick stellt auch Fragen zum schweizerischen Ex-Präsidenten des Welteishockey-Verbandes und dessen grosser Nähe zum russischen Diktator.
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Deutschland unterstützt den Krieg Putins gegen die Ukraine mit einer Milliarde Euro – pro Tag. Ukraines Präsident wirft Schweizer Firmen dasselbe vor.
Es ist eine Zwickmühle, aus der es kein Entrinnen gibt: Deutschland finanziert Russlands Krieg gegen die Ukraine jeden Tag mit einer Milliarde Euro – für diese Summe bezieht sie Erdgas aus Russland.
Ukraines Präsident Wolodimir Selenski legte gestern in seiner – ja, ich benütze das Wort: historischen – Rede vor dem deutschen Parlament den Finger schonungslos in diese Wunde. Die Reaktion – oder viel mehr Nicht-Reaktion – der Abgeordneten der grössten Demokratie Europas war schlichtweg beschämend.
Denselben Vorwurf macht Selenski, der zur mythischen Figur des ukrainischen Widerstands gewordene ehemalige Schauspieler, nun auch der Schweiz. Konkret dem Multi Nestlé.
«Grosse Unternehmen finanzieren noch immer die russische Kriegsmaschinerie, obwohl sie sich schon längst aus Russland hätten zurückziehen sollen», sagt er. Alle würden ihre Namen kennen, sagte Selenski.
- Selenskyj prangert Schweizer Firma an: «Kein Geheimnis, wer russischen Krieg finanziert»Externer Link – laut Watson.ch beschäftigt Nestlé in Russland über 7000 Mitarbeitende.
Tut mir leid, es bleibt schrecklich und traurig: Jetzt geht’s um Femizid. Zu dieser Kategorie von Morden an Frauen soll es endlich einheitliche Grundlagen zur Erfassung geben.
Lange benützten Journalist:innen dafür unsinnige, sexistische, unkorrekte und verharmlosende Bezeichnungen wie «Beziehungsdelikt», «Sexualmord», «Lustmord» oder «Familiendrama».
Damit war aber stets eines gemeint: Ein Mann tötet eine Frau aus seinem engeren Umfeld. Und zwar aus dem Grund, weil sie eine Frau war. Es waren Feministinnen, die den Begriff prägten: Femizid. Heute hat er sich weitgehend durchgesetzt. Auch wenn einige Kolleg:innen immer noch ab und an in alte Muster zurückfallen, wenn sie über den Mord eines Mannes an einer Frau berichten.
Es ist kein Zufall, dass diese Kategorie von Verbrechen bisher von der Justiz und der Kriminalforschung und -prävention kaum als solche wahrgenommen wurde.
Denn kaum jemand bemühte sich ernsthaft darum, einheitliche und international anerkannte Kriterien und Standards zu etablieren, um diese Taten fokussiert angehen und beurteilen zu können.
- Warum die Erfassung von Femiziden eine globale Herausforderung darstellt – unser aktueller Bericht zeigt, wie jetzt Wind in die Sache kommt.
- Dann schlägt er noch einmal zu – swissinfo.ch-Bericht über Gewalt gegen Frauen in der Schweiz (2019).
- Stop FemizidExterner Link – Plattform zur Information und Hilfe für Opfer.
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Jung, bestimmt, aber stets konzis: Die Aargauerin Pascale Bruderer hat im Schweizer Parlament viel verändert.
Es war ein starkes Signal, und eines, das für die Schweiz alles andere als repräsentativ war: Die Sozialdemokratin wurde mit 31 Jahren «höchste Schweizerin». So wird das jährlich wechselnde Amt des Präsidenten/der Präsidentin des Nationalrats genannt. Denn es ist der Vorsitz in der Volkskammer, in der die 200 gewählten Volksvertreter:innen sitzen.
Danach war aber nicht Schluss: Bruderer, die durch profunde Dossierkenntnis und durch ihre integrative Art auffiel, stieg danach in die kleine Kammer auf, die Kammer der 46 Kantonsvertreter:innen.
2019 dann, im für Schweizer Verhältnisse jungen Alter von erst 42 Jahren, zog sie sich aus der Politik zurück und gründete ein Unternehmen, das gerade in der aktuellen Zeit wegweisenden Charakter hat: Es geht um die Vernetzung von Menschen in ihren Gemeinden zur gegenseitigen Hilfe. Damit will Bruderer nicht nur die Solidarität zwischen den Menschen stärken, sondern jene im Gemeinwesen insgesamt.
- «Stolz darauf, anderen jungen Abgeordneten den Weg geebnet zu haben» – unser Exklusiv-Interview mit Pascale Bruderer.
- Stille Dörfer, stumpfe Bürger – was macht das mit der Schweiz? – unser Politikanalyst Claude Longchamp über das Verschwinden eines der grössten sozialen Knotenpunktes: dem Stammtisch.
- Ein Bürgerdienst soll die Schweizer Lokaldemokratie retten – mein Beitrag über einen Vorschlag, dessen Potenzial fast niemand bestreitet.
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