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Zwei ältere Menschen tanzen

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Nach über 50 Jahren ist die Menschheit erstmals wieder auf dem Weg zum Mond – auf einer Mission, die auch ein Stück Schweiz in sich trägt.

Ein spannender Fakt: Jener Teil der Schweizer Bevölkerung, der sich noch gut an die letzte Mondmission von 1972 erinnert, übertrifft zahlenmässig jene, die nie ein gedrucktes Telefonbuch benutzen mussten.

Ich wünsche Ihnen eine angenehme Osterzeit und natürlich viel Freude beim Lesen!

zwei Senior:innen
Alle altern, und die Schweiz ist da keine Ausnahme. Keystone / Michael Buholzer

Zum ersten Mal ist die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz von 65 Jahren oder älter zahlreicher als die unter 20-Jährigen.  

Konkret zählt die ältere Bevölkerungsgruppe 1’811’000 Personen, die jüngere 1’802’000, wie das Bundesamt für Statistik mitteilt. Beide Gruppen machen je rund 20% der gesamten Wohnbevölkerung aus. Die Daten beziehen sich auf Ende 2025, als in der Schweiz 9’124’300 Personen lebten – 73’300 mehr als ein Jahr zuvor, was einem Wachstum von 0,8% entspricht.

Die Zahl der Geburten sank weiter, jedoch weniger stark (-0,5% im Jahr 2025, -2,2% im Jahr 2024). Knapp 78’000 Kinder wurden im letzten Jahr geboren. Die Geburtszahlen in der Schweiz gehen seit vier Jahren zurück.

Die Lebenserwartung stieg: Ab dem Zeitpunkt der Geburt lebten Frauen 0,4 Jahre und Männer zirka 0,3 Jahre länger. Ein durchschnittliches Frauenleben dauerte 2025 somit 86,3 Jahre, ein Männerleben mit 82,7 Jahren etwas weniger lang.

Start von Artemis 2
Die Flugbahn der Artemis 2 ist eine Acht um Erde und Mond. Copyright 2026 The Associated Press. All Rights Reserved.

Um 00:35 Uhr Schweizer Zeit, mehr als ein halbes Jahrhundert nach dem letzten Raketenstart (1972), sind Menschen in Richtung Mond aufgebrochen. Die Mission Artemis 2 wird ihre Besatzung 370’000 Kilometer von der Erde entfernt bringen, etwa 7500 Kilometer hinter der erdabgewandten Seite des Mondes. Dieses Vorhaben ist zum Teil auch dank Schweizer Technologie möglich.

Artemis 2 gilt als wichtiger Meilenstein im Hinblick auf eine eigentliche Mondlandung, die mit der künftigen Mission Artemis 4 geplant ist. Artemis 2 soll vor allem die «Orion»-Kapsel der Nasa sowie das europäische Servicemodul (ESM) testen. Letzteres enthält grundlegende Systeme für Antrieb, Energie, Wärmeregulierung und Lebenserhaltung für die «Orion»-Kapsel.

Schweizer Unternehmen haben verschiedene wichtige Beiträge zum ESM geleistet. «Das Unternehmen Beyond Gravity hat die Mechanik und das Unternehmen Thales Alenia Space Schweiz die Elektronik der Antriebsmotoren, die die vier Solarpanels steuern, entwickelt und gebaut», sagt Martin Fischer, Mediensprecher des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation SBFI gegenüber dem Tages-Anzeiger.

smartphone
Eine Technologie, auf die viele nicht mehr verzichten möchten. Keystone / Christian Beutler

Der Aufstieg der sogenannten LLMs (Large Language Models), wie ChatGPT oder Google Gemini, hat die Künstliche Intelligenz enorm populär gemacht. Und die Schweiz bildet da keine Ausnahme. Hierzulande haben laut einer Umfrage von Comparis bereits 76% der Bevölkerung solche Tools genutzt.

Dieser Anteil ist massiv gestiegen. Im Jahr 2024 lag er bei knapp 50%, im Jahr 2025 stieg er auf 62,4%. Bestimmte Bevölkerungsgruppen scheinen deutlich stärker geneigt, KI zu nutzen. Der Anteil der Nutzer:innen liegt bei den 18- bis 35-Jährigen bei 90,1%, bei den 36- bis 55-Jährigen bei 81,6% und beträgt 52,1% bei Personen ab 56 Jahren.

31,4% nutzen LLMs täglich bei der Arbeit, etwa zum Zusammenfassen oder Verfassen von Texten, gegenüber 26,6% im Jahr 2025.

Wie stark diese äusserst leistungsfähigen Tools in unserem Alltag Einzug gehalten haben, zeigt der Befund zur Fehlertoleranz: 62,9% der Befragten gaben an, Fehler eines LLMs weniger zu akzeptieren als Fehler eines menschlichen Gesprächspartners.

Flugabwehrraketensystem des Typs Patriot
Die Beschaffungen der Schweizer Armee sorgen weiterhin für Diskussionen. Keystone/DPA/Axel Heimken

Bei der Beschaffung des US-Luftabwehrsystems Patriot für die Schweizer Armee harzt es seit Längerem. Laut Verteidigungsminister Martin Pfister ist inzwischen auch ein Abbruch der Übung kein Tabu mehr.

Als Reaktion auf die Lieferverzögerungen hatte das Verteidigungsdepartement die Schweizer Zahlungen bereits im Herbst gestoppt. Diese letzte Druckmassnahme erwies sich als wirkungslos, weil die USA stattdessen Schweizer Zahlungen für den Kampfjet F-35 für Patriot verwendet haben, wie SRF letzte Woche enthüllt hatte.

«Ein Abbruch ist immer eine Option, wenn man Verschiebungen hat», sagte Pfister vor den Medien. Auch wenn die USA den Schweizer Zahlungsstopp bei Patriot umgehen und Gelder umleiten, bleibt der Bundesrat bei seiner Haltung. Er will auch weiterhin kein zusätzliches Geld für das Flugabwehrsystem nach Washington überweisen – bis es Klarheit gibt über die Liefertermine und absehbaren, deutlichen Mehrkosten.

Pfister sagt: «Wir verhandeln derzeit alle möglichen Optionen mit den USA. Dazu gehört auch ein allfälliger Abbruch. Wir wissen aber nicht zu welchen Konditionen.» Der Bundesrat weiss also nicht, ob bei einem Abbruch alles bisher ausgegebene Geld verloren wäre. Es geht dabei um rund 800 Millionen Franken. Bis Ende Juni will der Bundesrat entscheiden.

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