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Zürich (awp/sda) - In der Stadt Zürich kann das vorläufig zweithöchste Gebäude der Schweiz gebaut werden. Die Zürcherinnen und Zürcher haben am Sonntag grünes Licht gegeben für den Gestaltungsplan, der den Bau eines 120 Meter hohen Getreidespeichers ermöglicht.
Die Vorlage wurde mit 55'822 Ja- zu 39'913 Nein-Stimmen angenommen, was einem Ja-Stimmenanteil von 58,3% entspricht. Die Stimmbeteiligung betrug 45,7%.
Mit seinen 120 Metern wird das Silo der Coop-Tochterfirma Swissmill das vorläufig zweithöchste Gebäude der Schweiz. Grösser ist nur der 126 Meter hohe Swiss Prime Tower, der gegenwärtig im Westen der Stadt Zürich fertiggestellt wird.
Der bestehende Speicher an der Limmat muss von 40 auf 120 Meter erhöht werden, weil am Standort Basel ein Silo geschlossen werden musste. Stadt- und Gemeinderat hatten dem privaten Gestaltungsplan Kornhaus Swissmill" deutlich zugestimmt.
Für den Quartierverein Wipkingen stellten die 120 Meter jedoch eine inakzeptable Höhe dar. Zudem fürchteten sie, dass der Betonbau seinen Schatten auf das angrenzende Limmat-Flussbad "Unterer Letten" werfen könnte. Sie sammelten 4'000 Unterschriften, doppelt so viele wie nötig, um das Volk über den Bau entscheiden zu lassen.
Dass ihr Anliegen abgelehnt wurde, nehmen die Wipkinger mit Bedauern zur Kenntnis. Offenbar sei es ihnen nicht gelungen, andere Quartiere auf ihre Seite zu ziehen, sagte Beni Weder, Präsident des Quartiervereines, auf Anfrage der SDA. Das Ergebnis sei aber ganz klar ein Achtungserfolg.
Rechtliche Mittel, um die Aufstockung zu verhindern, stehen dem Verein keine zur Verfügung. Einzelne Betroffene wie etwa Grundeigentümer und Anstösser könnten laut Weder aber immer noch legale Rechtsmittel ergreifen, um das Gebäude zu verhindern.
Für die Zukunft bedeute dieses Abstimmungsergebnis aber eindeutig, dass sowohl Stadt- als auch Gemeinderat unbedingt die Bevölkerung mehr berücksichtigen müssten, wenn es um die Stadtentwicklung gehe.
Hoch erfreut ist hingegen Robert Kaeser vom Pro-Komitee für den Getreidespeicher. "Selbstverständlich wäre das Ergebnis noch etwas schöner, wenn wir den betroffenen Kreis 10 auch noch bei den Zustimmenden gehabt hätten", sagte er auf Anfrage. Man sei aber natürlich dennoch zufrieden.
Im Gegensatz zum Standort-Kreis 4/5, der Ja zum Bauprojekt sagte, lehnte der vom Schatten betroffene Kreis 10 die Aufstockung des Getreidespeichers ab.
Dass das Silo nun verzögerungsfrei gebaut werden kann, glaubt Kaeser nicht. Es sei anzunehmen, dass einige Betroffene Einsprachen gegen den Bau erheben würden. Dass sie damit Erfolg haben könnten, glaubt er nicht. "Diese Einsprachen dürfte wohl einfach das Projekt etwas verzögern."
Dass die Quartierbewohner nicht frühzeitig informiert worden seien, lässt Kaeser nicht gelten. Man habe den Quartierverein bereits im Juni 2009 informiert und eine Führung durch die Mühle organisiert. Zudem habe es drei Aussprachen mit Swissmill und dem Quartierverein gegeben.

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