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SWX reagiert gelassen auf Fusion der Börsen von Frankfurt und London

Die Fusion der Börsen von Frankfurt und London ist aus der Sicht der Schweizer Börse SWX nur ein Zwischenschritt. Auf dem Weg zum einheitlichen europäischen Handelsplatz werde die Schweiz ein gewichtiges Wort mitreden, erklärte SWX-Sprecher Leo Hug.

Dieser Inhalt wurde am 03. Mai 2000 - 14:52 publiziert

Hinter der Zuversicht des Sprechers der Schweizer Börse stecken zwei Überlegungen. Zum einen wollen die grossen Banken einen einheitlichen europäischen Handelsplatz. Zum andern hat die Schweiz mit der Umstellung auf die Elektronische Börse Schweiz (EBS) schon 1966 den Handel landesweit vereinheitlicht und damit die Bearbeitung der Transaktionen bei den Banken vereinfacht.

"Wir sind gute Börsenbauer", sagte Hug weiter. Diese Erfahrung bringe die SWX nun in den Aufbau des einheitlichen europäischen Systems ein. Dabei spiele die schon totgesagte Partnerschaft der acht führenden Börsen in Europa eine wichtige Rolle, so Hug weiter. Statt Partnerschaft gehe es heute vorwiegend um die Fragen der Harmonisierung.

Die Arbeiten am einheitlichen Marktmodell sind für Hug ein "wichtiger Hebel im Hintergrund". Die unterschiedlichen Standards kümmern zwar den einzelnen Anleger kaum, umso mehr jedoch die Banken. Sie müssen im Zuge der Globalisierung auf allen Börsenplätzen handeln und wollen deshalb nur ein System.

Während sich für die globalisierte Welt der Grosskonzerne und Grossinvestoren eine einheitliche Handelsplattform abzeichnet, wächst zugleich der Bedarf an spezialisierten Märkten.

Diese Entwicklung zeichnete Antoinette Hunziker, Leiterin der SWX, kürzlich in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters.

Für diese spezialisierten Märkte könnte die SWX aufgrund ihrer Erfahrung in Aufbau und Betrieb der EBS einbringen. "Wir würden uns gerne als Systemlieferantin für spezialisierte Märkte positionieren", sagte Hunziker.

Der Zusammenschluss der Börsen von London und Frankfurt zum grössten Finanzplatz Europas wurde am Mittwochmorgen (03.05.) bekanntgegeben. Die neue Börse soll iX heissen und bei den Wachstumswerten eine Allianz mit der US-Hightech-Börse Nasdaq eingehen. Die beiden Börsengesellschaften betonten, ihr Zusammenschluss sei "offen für andere Börsen".

swissinfo und Agenturen

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