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Bern (awp/sda) - Donnerstag, 5. August
ERWARTUNGEN ÜBERTROFFEN: Swiss Re hat im zweiten Quartal mit 812 Mio. Dollar einen überraschend hohen Gewinn geschrieben, nachdem in der Vorjahresperiode wegen der Finanzkrise noch ein Verlust von 342 Mio. Dollar resultiert hatte. Im Kerngeschäft war der zweitgrösste Rückversicherer der Welt jedoch nicht profitabel. Allein das Erdbeben in Chile hat der Swiss Re bisher Kosten in Höhe von 630 Mio. Dollar aufgebürdet, 200 Mio. Dollar kostet schätzungsweise die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko. "Man kann nicht ausschliessen, dass es noch mehr wird", sagte Finanzchef George Quinn.
GEWINN GESCHMÄLERT: Unwetter, Naturkatastrophen und Abschreibungen haben dem Versicherer Zurich Financial Services (ZFS) einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der Gewinn schrumpfte im ersten Halbjahr um 16 Prozent auf 1,642 Mrd. Dollar. Belastet wird das Resultat von Abschreibungen in der Höhe von insgesamt 763 Mio. Dollar, wie der Konzern bekannt gab. Alleine das unlängst aufgegebene Geschäft mit gewerblichen Immobilienkrediten in Irland und Grossbritannien schlug mit 330 Mio. Dollar negativ zu Buche.
GUTER RIECHER: Der weltgrösste Aromen- und Riechstoffe-Hersteller Givaudan ist im ersten Halbjahr 2010 rasant gewachsen. Der Umsatz erhöhte sich um 10,2 Prozent auf 2,2 Mrd. Franken. Der Gewinn fiel mit 200 Mio. Fr. mehr als doppelt so hoch aus wie vor einem Jahr. In Lokalwährungen gerechnet erhöhte sich der Umsatz gegenüber dem ersten Halbjahr 2009 um 10,5 Prozent. Besonders stark wuchs die Sparte Riechstoffe (Parfümerie) mit einem Plus von 13,1 Prozent auf 1,02 Mrd. Franken. Die Aromen-Sparte legte um 7,8 Prozent auf 1,18 Mrd. Fr. zu.
ERGEBNIS VERSCHLACKT: Die Ölpest im Golf von Mexiko vermiest dem Ölplattformbetreiber Transocean das Geschäft. Im zweiten Quartal sank der Umsatz gegenüber dem Vorjahr von 2,88 Mrd. auf 2,51 Mrd. Dollar. Der Gewinn des US-Unternehmens mit Steuersitz im Kanton Zug betrug noch 715 Mio. Dollar. Vor einem Jahr hatte der weltgrösste Hochsee-Ölbohrkonzern unter dem Strich 806 Mio. Dollar verdient. Der Untergang der Plattform "Deepwater Horizon" vor der amerikanischen Küste drückte das Ergebnis um 82 Mio. Dollar, unter anderem wegen Rechtskosten und höherer Versicherungsprämien.
WENIGER GETREIDE: Wegen der schweren Dürre und der verheerenden Waldbrände hat Russland ab dem 15. August den Export von Getreide und Getreideprodukten verboten. Die Regelung gilt bis am 1. Dezember, wie ein Sprecher von Regierungschef Wladimir Putin in Moskau mitteilte. Russland ist einer der weltgrössten Exporteure von Weizen. Wegen des Lieferstopps erwarten Experten nun Turbulenzen auf den internationalen Getreidemärkten.
LEITZINS BLEIBT TIEF: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzt ihre Politik des billigen Geldes wie erwartet fort. Wie die Notenbank nach einer Sitzung des EZB-Rats in Frankfurt mitteilte, bleibt der Leitzins bei einem Prozent. Der Schlüsselzins für die Versorgung der Wirtschaft mit frischem Zentralbankgeld liegt seit Frühjahr 2009 auf diesem Niveau.
WACHSTUM IM AUSLAND: Die Expansionsstrategie zahlt sich für den deutschen Medienkonzern Axel Springer zunehmend aus: Im ersten Halbjahr verdiente der "Bild"-Herausgeber erstmals in seiner Geschichte jeden vierten Euro im Ausland. Von Januar bis Juni steigerte Springer nach eigenen Angaben die Profitabilität in allen anderen Sparten. Der Berliner Verlag profitiert dabei von der Erholung der Werbemärkte. Der Konzernüberschuss sank im ersten Halbjahr zwar auf 170,3 Mio. Euro nach 267,3 Mio. Euro im Vorjahr. Allerdings strich Springer damals durch den Verkauf von Regionalzeitungen an die Madsack-Gruppe über 300 Mio. Euro ein.
STRESSTEST FÜR CHINA: China verschärft seinen Kampf gegen Immobilienspekulanten und unterzieht seine Banken einem Stresstest. Die Kreditinstitute müssen nach dem Willen der Aufsichtsbehörde CBRC prüfen, ob sie mit stark sinkenden Immobilienpreisen in ausgewählten Städten zurechtkommen. Gemäss Experten sieht das Szenario einen Rückgang um die Hälfte vor. Dazu kommen verschärfte Regeln für Investoren, die sich eine dritte Immobilie kaufen wollen. In den Städten Peking, Shanghai, Shenzhen und Hangzhou sollen diese Käufer keine Kredite mehr erhalten. Damit gibt die Regierung ein deutliches Signal, die Immobilienpreise im Zaum zu halten.

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