Tigermücke in einem weiteren Zürcher Quartier gefunden
Die Tigermücke breitet sich weiter aus: Im vergangenen Jahr sind in vier Quartieren in der Stadt Zürich Asiatische Tigermücken nachgewiesen worden. Damit wurde sie in einem zusätzlichen Quartier entdeckt. Der Kanton Zürich stellt nun weitere Fallen auf.
(Keystone-SDA) Im Gebiet Friesenberg in der Stadt Zürich meldete eine Anwohnerin im vergangenen Jahr erstmals, dass sie Tigermücken gefunden habe. «Diese haben sich in ihrer Papyruspflanze in der Wohnung entwickelt», sagte Gabi Müller, Leiterin der Fachstelle Schädlingsprävention der Stadt Zürich auf Anfrage von Keystone-SDA.
Die Anwohnerin besitzt die Pflanze schon länger, weshalb davon ausgegangen werden muss, dass die Insekten aus der Umgebung in die Wohnung geflogen sind, um sich fortzupflanzen.
2024 wurden Tigermücken bereits in Hirslanden und dem Industriequartier (Kreis 5) gemeldet. Auch in Wipkingen an der Wasserwerkstrasse wurde ein grösseres Vorkommen nachgewiesen.
In der Folge wurden die Anwohnenden in Wipkingen informiert und die Mückenlarven in Strassenschächten bekämpft. Diese Massnahmen zeigten Wirkung. Im letzten Jahr wurden dort keine Eier mehr gefunden. Lediglich ein einziger Tigermückenfund weiter Limmatabwärts wurde noch aus diesem Gebiet gemeldet.
Kanton platziert Fallen
In allen betroffenen Quartieren wird der Kanton Mitte Mai Fallen zum Nachweis von Mückeneiern aufstellen, heisst es in einem Informationsbrief an die Anwohnerinnen und Anwohner. Diese Fallen sind für Menschen und Haustiere ungefährlich. Kontrolliert werden sie alle zwei Wochen von der Stadt Zürich.
Werden Tigermücken, deren Larven oder Eier gefunden, ergreift die Stadt direkt Massnahmen zur Eindämmung. Doch auch die Bevölkerung kann mithelfen. Wer eine schwarz-weiss gestreifte Mücke sieht, soll diese in einem Becher fangen und diesen zwei Stunden in den Tiefkühler stellen. Anschliessend soll ein Foto der Mücke an muecken-schweiz.ch gesendet werden.
Ideale Brutstätten für Tigermücken sind kleine stehende Wasseransammlungen wie etwa auf Abdeckplanen, in Topfunterstellern und Giesskannen. Wasseransammlungen sollten deshalb vermieden oder die Behälter wöchentlich entleert werden.
Zwanzig Krankheitserreger
Die Asiatische Tigermücke ist in Zürich nicht heimisch und kann mehr als zwanzig Krankheitserreger wie zum Beispiel das Dengue-, Chikungunya- oder das Zikavirus übertragen. Ausserdem ist sie lästiger als die einheimische Gemeine Hausmücke. Sie sticht häufiger, auch tagsüber, und die Folgen ihrer Stiche sind unangenehmer.