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Villars Holding 2009 mit leicht höherem Gewinn - Guter Start ins 2010 (Zus)

Dieser Inhalt wurde am 13. April 2010 - 16:20 publiziert

Freiburg (awp) - Die Detailhandels- und Immobiliengruppe Villars Holding hat 2009 in einem schwierigen Umfeld den Gewinn leicht gesteigert. Der Umsatz verringerte sich dagegen deutlich, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Hauptgründe waren der stark gesunkene Treibstoffpreis aber auch die Einführung von Rauchverboten für zahlreiche Cafés. Im ersten Quartal konnte die Villars Holding den Umsatz wieder deutlich steigern.
Der Reingewinn der Gruppe lag 2009 mit 3,51 Mio CHF um 2,7% über dem Vorjahresresultat. Das Betriebsergebnis konnte um 7,9% auf 4,72 Mio CHF gesteigert werden, wozu sowohl die Handelsgesellschaften wie auch der Immobilienbereich beitrugen. Der Gesamtumsatz einschliesslich des Immobilienbereichs sank gegenüber dem Vorjahr um 7,1% auf 98,8 Mio CHF.
Die Aktionäre sollen wie bereits im Vorjahr eine Nennwertrückzahlung von 8 CHF erhalten. Die Gesellschaft habe aber auch weiterhin finanziellen Spielraum für Akquisitionen, sagte Verwaltungsratspräsident Arnold Bertschy an einem Mediengespräch.
RESTOSHOP VON BENZINPREISEN BETROFFEN
Wegen dem Preisrutsch bei den Treibstoffen musste die grösste Gruppengesellschaft, die Restoshop, einen Umsatzrückgang von 13,0% auf 54,9 Mio CHF hinnehmen, wobei der Umsatz der elf Tankstellenshops allerdings zunahm. Im vergangenen September 2009 kam ein neuer Verkaufspunkt an der A1 in Kölliken dazu. Der Cash Flow der Gesellschaft verbesserte sich dank dem stabileren Treibstoffpreis sowie dank Kostenkontrolle um 69%.
Die 32 Kaffebars der Villars-Gesellschaft Pause-Café SA steigerten den Umsatz nur gerade um 0,1% auf 18,4 Mio CHF, obwohl 2009 zwei neue Betriebe eröffnet wurden. Als Hauptgrund für das enttäuschende Ergebnis nannte Siffert das generelle Rauchverbot, das in 15 Betrieben eingeführt wurde: In all diesen Betrieben sei der Umsatz stark zurückgegangen. Zudem erfüllten auch die beiden Neueröffnungen des Jahres 2008 in Schattdorf und Yverdon die Erwartungen nicht. Der Cash Flow der Pause-Café verringerte sich um 11,9%.
Besser konnte die Alvi-Shop SA abschneiden, die den Umsatz um 2,3% auf 41,7 Mio CHF steigerte. Das Unternehmen, das zu 50% der Villars-Gruppe und zu 50% der Alimentana-Sista gehört, betreibt neun Convenience-Geschäfte (Aperto und Mam's Fine Food) in Bahnhöfen sowie zwei Geschäfte in Raststätten. Die Umsatzsteigerungen seien auf höhere Benutzerzahlen im öffentlichen Verkehr zurückzuführen, so Siffert.
Im Immobilienbereich konnte der Betriebsertrag um knapp 9% auf 1,78 Mio CHF erhöht werden. Das Unternehmen besitzt zehn Geschäftsliegenschaften.
AKQUISITIONEN PRÜFEN
Zum Ausblick auf das laufende Jahr gibt sich die Gesellschaft zurückhaltend. Immerhin konnte die Gruppe im ersten Quartal einen Umsatzanstieg von 8,5% vermelden. So stieg der Umsatz von Restoshop dank dem Anstieg der Treibstoffpreise wieder um 13,8%, wie Siffert sagte. Die Sparte Pause-Café konnte den Umsatz vor allem dank neuen Lokalen um 6,1% erhöhen. Dagegen musste der Bereich Alvi-Shop einen Umsatzrückgang von 2,5% hinnehmen: Grund war die umbaubedingte schlechte Performance des Geschäfts im Bahnhof Cornavin.
2010 werde das wirtschaftliche Klima angespannt bleiben, gab sich Präsident Bertschy überzeugt. Auch werde das Rauchverbot den Umsatz der Pause-Café weiterhin negativ beeinflussen. Dennoch will Villars sowohl bei Restoshop wie bei Pause-Café weiter expandieren. Auch eine Übernahme ausserhalb der bisherigen Tätigkeitsbereiche schloss Bertschy nicht aus, prüfen werde man aber "nur Sachen, die Sinn machen".
An der Schweizer Börse wurde die Villars-Aktie in einer Transaktion am Dienstagvormittag mit 525 CHF um 5,4% tiefer gehandelt.
tp/cf

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