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Am meisten Selbstanzeigen in Bayern

In Deutschland bekommen es immer mehr Steuersünder mit der Angst zu tun: Die Zahl der Selbstanzeigen bei den Steuerbehörden ist in den vergangenen Tagen einer Umfrage zufolge sprunghaft gestiegen.

Bundes - also deutschlandweit - wagten demnach mehr als 850 Menschen bislang diesen Schritt, um mit einer nachträglichen Anzeige Straffreiheit zu erlangen.

Spitzenreiter ist derzeit Bayern mit 231 Meldungen reuiger Steuerhinterzieher. Das bayerische Finanzministerium konnte nicht sagen, wie viel Geld die Selbstanzeigen bringen würden. Die Selbstanzeigen im Zusammenhang mit der Liechtenstein-Affäre hätten sich in vergleichbarem Rahmen bewegt.

In der Hauptstadt Berlin liegt die Zahl der Selbstanzeigen momentan bei 112. Eine Sprecherin des Finanzsenats sagte der Nachrichtenagentur DAPD am Freitag, seit vergangenen Montag sei die Zahl der Selbstanzeigen rapide gestiegen.

In Brandenburg haben sich insgesamt sieben säumige Steuerzahler seit dem Auftauchen diverser Steuersünder-CDs selbst angezeigt. In der Hansestadt Bremen wurden bisher acht Selbstanzeigen gezählt mit einem nicht versteuerten Vermögen von insgesamt rund einer Million Euro.

In Hamburg kam es zu 88 Selbstanzeigen mit einem nicht versteuerten Einkommen von rund 63 Mio. Euro. Die Finanzbehörde erwartet daraus Steuereinnahmen von etwa 20 Millionen.

In Hessen (Frankfurt) gibt es laut Finanzministerium bislang 113 Selbstanzeigen, in Mecklenburg-Vorpommern 5 und in Niedersachsen 174 mit einem geschätzten nicht versteuerten Vermögen von 32,6 Millionen Euro.

Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen lagen am Freitag nach Angaben des Düsseldorfer Finanzministeriums keine konkreten Zahlen vor. Im Zusammenhang mit der Liechtenstein-Affäre hatte die Staatsanwaltschaft für Wirtschaftskriminalität 588 Verfahren eingeleitet, die bisher bei 191 abgeschlossenen Verfahren 178 Millionen erbracht hätten.

In Rheinland-Pfalz haben sich bisher 58 Betroffene selbst angezeigt.

swissinfo.ch und Agenturen


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