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Kanada im Besitz von HSBC-Kundendaten

Die kanadische Regierung hat am Donnerstagabend bestätigt, dass sie von Frankreich die Namen von Kunden der Bank HSBC in der Schweiz erhalten hat. Falls die Kunden Steuern hinterzogen hätten, würden sie verfolgt, hiess es.

Die Liste, die vom ehemaligen Angestellten der Genfer HSBC-Filiale, Hervé Falciani, gestohlen worden war, umfasst digitale Kundendaten. Die CD war im Januar 2009 von der französischen Justiz beschlagnahmt worden.

Daraufhin war die Staatsanwaltschaft im südfranzösischen Nizza aktiv geworden. Sie eröffnete eine Untersuchung wegen Geldwäscherei und versuchte, mutmassliche Steuerbetrüger ausfindig zu machen.

«1785 Konten gehören vermutlich Kanadiern», erklärte der Staatsanwalt von Nizza, Eric de Montgolfier, als er vom kanadischen Fernsehen CBC/Radio-Canada befragt wurde, das die kanadische Dimension des Verfahrens aufgedeckt hatte.

Der kanadische Premierminister Stephen Harper erklärte, seine Regierung habe «keine Toleranz gegenüber Kanadiern, die Schweizer Konten dazu nutzen, um Steuern zu umgehen».

Laut Montgolfier soll die Liste rund 127’000 Kontendaten aus 180 Ländern enthalten, die 79’000 Personen gehörten, darunter rund 8000 Franzosen und 7094 Italiener. Gemäss der belgischen Presse wurden auch belgische Kunden bei den Behörden ihres Landes gemeldet.

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