Aids kostet jährlich 433 Mio. Franken
Die Kosten basieren auf einer geschätzten Zahl von 20'000 HIV-Infizierten. Durchgeführt hat die Studie ein Institut in Lausanne.
In diesem Betrag sind sowohl die direkten Kosten, ambulante Behandlung, Spitalaufenthalte, Medikamente und Psychotherapie (168 Mio.) als auch die durch Aids verursachten indirekten Kosten wie Absenzen vom Arbeitsplatz oder wirtschaftliche Verluste durch verlorene Lebensjahre (275 Mio.) enthalten. Für 2005 wird mit Aids- Kosten in der Höhe von 552 Mio. gerechnet.
Die Studie von Institut-Mitarbeiter Pascal Zurn wurde in Thun an einer Fachtagung über die sozialwissenschaftliche HIV/Aids-Forschung in der Schweiz vorgestellt. Die Tagung fand am Donnerstag und Freitag statt und vereinigte 50 Expertinnen und Experten.
An der Fachtagung wurde eine Reihe weiterer Projekte und Erkenntnisse präsentiert. Der Wissens- und Erfahrungsaustausch soll mithelfen, die interdisziplinäre Zusammenarbeit zu vertiefen und die sozialwissenschaftlichen Forschungs-Anstrengungen in der Schweiz zu optimieren.
Für die Jahre 2000 und 2001 standen der Fachkommission Aids des SNF für den Bereich «sozialwissenschaftliche Aids-Forschung» je zwei Millionen Franken zur Verfügung. Dies entspricht rund einem Drittel des Jahresbudgets für die nationale Aids-Forschungsförderung.
swissinfo und Agenturen
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