Das Bundesamt für Statistik erhält Chefin
Adelheid Bürgi-Schmelz wird neue Direktorin des Bundesamtes für Statistik. Der Bundesrat hat sie zur Nachfolgerin von Carlo Malaguerra gewählt.
Die neue Direktorin des Bundesamtes für Statistik, BFS, ist 44-jährig und hat Latein und Mathematik studiert und promovierte 1995 an der Universität Bern in Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Wirtschafts-Informatik. In den vergangenen fünf Jahren war sie beim Ascom-Konzern in diversen leidenden Funktionen tätig. Ihre Laufbahn begann sie bei Bellcore in Livingston, New Jersey, USA.
Die neue Direktorin, Bürgerin von Arth, im Kanton Schwyz und Deutschland, wird ihr Amt in Neuenburg am 1. April 2002 antreten. Bis zu diesem Tag wird der bisherige stellvertretende BFS-Direktor Felix Herzig die Geschäftsführung übernehmen.
BFS hat «graues Klischee» abgelegt
Der 62-jährige Tessiner Carlo Malaguerra kam 1975 ins Bundesamt für Statistik und wurde 1987 zu dessen Direktor gewählt. Malaguerra war es in Zeiten des Personalstopps gelungen, sein Amt stark auszubauen und den Etat des BFS nahezu zu verdreifachen. Auch hatte er den Anschluss des Statistik-Entwicklungslandes Schweiz an internationale Standards weitgehend geschafft. Neben den traditionellen Vollerhebungen führt das BfS heute eine Reihe periodischer Erhebungen durch, ein Beispiel ist die jährlich durchgeführte Schweizerische Arbeitskräfteerhebung (Sake).
Unabhängige Statistik
Malguerra legte grossen Wert auf eine kundenfreundliche Präsentation der Statistik. Gegen das Klischee der grauen Zahlenreihen wird heute im BFS erfolgreich mit farbigen Karten und Computergrafiken gekämpft, sowohl bei gedruckten Veröffentlichungen wie auch im Internet-Auftritt. Wichtiger noch als das Erscheinungsbild war Malaguerra das BFS als eine von der übrigen Bundesverwaltung, den Kantonen und Gemeinden möglichst unabhängige und zentrale Institution zu etablieren.
swissinfo
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