ETH-Denkmalpflege in Georgien engagiert
Ein Team unter der Leitung der ETH-Denkmalpflege erforscht zwei mittelalterliche Siedlungen in Georgien. Dort sind wertvolle Wandmalereien zum Teil unter Grafitti versteckt.
Nakhiduri und Pirghebuli gelten als Zeugen einer hochentwickelten Kultur.
Nakhiduri ist eine bronzezeitliche bis spätmittelalterliche Höhlensiedlung. Die Klostersiedlung Pirghebuli stammt aus dem 11. bis 13. Jahrhundert. Besondere Bedeutung kommt den Wandmalereien und Inschriften zu, die zum Teil mit Grafitti überdeckt wurden. Beide Forschungsobjekte liegen ungefähr 60 Kilometer südlich der georgischen Hauptstadt Tiflis im Tal des Khrami-Flusses.
Die Siedlungen seien in der Sowjet-Zeit weitgehend vernachlässigt worden, schreibt die ETH in einem Communiqué vom Freitag. Wassereinbrüche an verschiedenen Stellen hätten die Bauwerke beschädigt.
Unter Beteiligung und Anleitung der ETH-Wissenschaftler erstellen georgische Archäologen eine Bestandesaufnahme und eine Gefährdungsdiagnose. Georgische Vertreter des Forschungsteams informieren sich gegenwärtig in Zürich über neue Methoden in der Denkmalpflege. Später soll ein umfassendes Konservierungskonzept für Nakhiduri und Pirghebuli entwickelt werden.
Unterstützt vom Aussenministerium
Das Projekt in Georgien läuft noch bis März 2004 und kostet insgesamt 48000 Franken. Es gehört zum Programm «Wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Osteuropa und der Schweiz» (SCOPES).
SCOPES wird vom Aussenministerium finanziert und möchte zur Modernisierung des Wissenschaftsbetriebes in den Partnerländern beitragen. Längerfristig soll dies den Prozess in Richtung Demokratie und soziale Marktwirtschaft in Georgien unterstützen.
swissinfo und Agenturen
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