Forscher aus Lausanne erhält Technologiepreis
Auftrieb für die umweltfreundliche Solarenergie: Der deutsch-schweizerische Wissenschaftler Michael Grätzel erhält den höchstdotierten Technologiepreis der Welt für seine bahnbrechende Solarzelle auf Farbstoff-Basis.
Grätzels vor 15 Jahren erstmals vorgestellten Farbstoff- Solarzellen sind in der Herstellung deutlich billiger als die üblichen Siliziumzellen. Außerdem sind sie flexibler und lassen sich etwa auf biegsame Unterlagen und in Bauteile integrieren.
Mit den inzwischen in der dritten Generation vorliegenden «Grätzel-Zellen» können etwa billige mobile Solarzellen und Strom liefernde Fenster hergestellt werden.
Grätzel wurde 1944 in Deutschland geboren und ist Professor für Chemische Technologie am Eidgenössischen Polytechnikum (EPFL) in Lausanne in der Schweiz.
Finnlands Präsidentin Tarja Halonen überreichte den mit 800 000 Euro dotierte Millennium-Preis in der Nationaloper von Helsinki.
Die Präsidentin der finnischen Akademie für Technologie, Ainomaija Haarla, sagte in ihrer Laudatio auf Grätzel: «Größtes Hindernis für die Solarenergie ist bisher immer ihr Preis gewesen. Die Erfindung von Grätzel wird sicher eine wichtige Rolle bei kostengünstigen und großflächigen Lösungen mit erneuerbarer Energie spielen.»
swissinfo.ch und Agenturen
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